Dr. Harald Terpe
Nein. (Heiterkeit bei Jan-Phillip Tadsen, AfD) Ich sage das, um den zahlreichen verzerrten Darstellungen bestimmter Akteure über das angebliche Aussterben von Rehen und Wildschweinen entgegenzutreten. Die Wildbestände in Mecklenburg-Vorpommern sind auch mit dem überarbeiteten Landesjagdgesetz in keiner Weise gefährdet. Die Bestände haben sich in den letzten Jahrzehnten – das sagen uns die Experten des Thünen-Instituts – nahezu vervierfacht. Das gilt es – um mit den Worten von Minister Backhaus zu reden –, das gilt es endlich mal zur Kenntnis zu nehmen. Übrigens auch von dieser Stelle herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Wenn wir nun heute über die Gesetzesnovelle abschließend abstimmen, dann tun wir das nach einem intensiven Diskussionsprozess. Er hat allerdings nicht dazu geführt, dass die aus unserer Sicht dringend notwendigen Verbesserungen des Gesetzentwurfes von der Regierungskoalition wenigstens teilweise aufgenommen wurden, und das nach den ausführlichen Diskussionen in der Anhörung, wo man eigentlich annehmen konnte, dass es da mehr Kompromissbereitschaft gibt. Es ist schon sehr ernüchternd und steht für die Arbeit in vielen unserer Ausschüsse, dass rundweg alles abgelehnt wird. Das hat uns dazu veranlasst, uns heute – wir wissen ja, dass die Ausschussarbeit auch ohne Öffentlichkeit stattfindet –, und deswegen haben wir unsere Vorstellungen und Änderungen aus der Ausschussarbeit noch mal mitgebracht und in einem kompakten Antrag vorgelegt. Wir fordern eben weitergehend, konsequent auf den Einsatz bleihaltiger Munition zu verzichten, und führen als Beispiel an, dass es Bundesländer gibt, die das wie beispielsweise Schleswig-Holstein und NRW – CDU-geführt – lange eingeführt haben. (allgemeine Unruhe)
