Jutta Wegner
Ja, vielen Dank, Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen, mir ist an dieser Stelle noch einmal sehr wichtig aufzuzeigen, was mein Kollege Hannes Damm vorhin auch dargestellt hat: Wir haben die Wahl zwischen einem guten Betreuungsverhältnis in der Kita oder einer Abdeckung aller Betreuungsgesuche. Ich glaube, Äpfel und Birnen an dieser Stelle daraus zu machen, ist das Falsche, sondern es ist eine bewusste Entscheidung der Bundesländer gewesen, ob man gute Betreuung in der Kita haben will, und das geht, das haben Sie ja auch gesagt, nur mit einem guten Betreuungsschlüssel, weil ich den Kindern im Einzelnen natürlich sonst nicht gerecht werden kann. (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Und mit Fachkräften.) Und Frau Pfeifer hat es ja auch gesagt, das Problem ist einfach, wir haben diese Fachkräfte nicht, wir müssen sie ausbilden. (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Haben wir.) Aber auch da machen wir uns im Moment nicht ausreichend auf den Weg, weil Sie gesagt haben, diese Zahl können wir sowieso nicht schaffen. Das muss man als Fakt auch tatsächlich einmal zeigen. Das ist das, was im Raum steht: Entweder gute Betreuungsquote, gute, also ich will das ja gar nicht auf die Spitze treiben, aber wir haben ja die Diskussion gehabt, sind unsere Kitas gut oder sind sie nicht gut. Natürlich sind unsere Erzieher/- innen klasse in unseren Kitas. Aber das, was wir ihnen zumuten mit diesen Betreuungsschlüsseln, ist etwas, was wir auf Dauer nicht durchhalten können und wo wir nicht mit Trippelschritten (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Jeannine Rösler, DIE LINKE: Deswegen verbessern wir den Betreuungsschlüssel.) und jetzt noch mal bis 2026 und dann fangen wir wieder von vorne an, arbeiten können, sondern wir müssen tatsächlich zusehen, ob unser Versprechen, unser Bildungsversprechen, (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) ob wir das umsetzen wollen und ob wir tatsächlich gleiche Chancen für alle Kinder haben wollen, ob wir irgendwann im Bildungsranking nicht untere/mittlere Plätze einnehmen oder ob wir etwas tun wollen in diesem Land, um tatsächlich die Situation für unsere Kinder zu verbessern. Wir brauchen sie hier in diesem Land, ich habe das in einer anderen Debatte schon einmal gesagt, wir können auf keines verzichten. Und wir müssen einfach gucken, dass wir dieses Geld loskriegen. Und auch das habe ich schon gesagt, wir werden das nicht als Mecklenburg-Vorpommern allein hinbekommen, aber wir brauchen eine Initiative, die das tatsächlich macht. Und sowohl die SPD als auch DIE LINKE hat ja schon darauf hingewiesen und auch die CDU hat viel Sympathie, wenn auch auf anderen Wegen, für einen großen, also für einen, … Jetzt helfen Sie mir mit dem Wort! (Torsten Renz, CDU: Ich weiß wirklich nicht, in welche Richtung Sie wollen.) Es ist einfach auch zu spät gestern gewesen und heute auch. … dass wir einen Fonds haben, aus dem wir das tatsächlich dann finanzieren können. (Unruhe vonseiten der Fraktionen der SPD und CDU – Zuruf von Torsten Renz, CDU) Ja, war es der richtige Begriff? (Zuruf von Torsten Renz, CDU) Danke schön! (Beifall Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
