Simone Oldenburg
Nein. (Torsten Renz, CDU: Kurzintervention.) Dafür gibts Karten, Herr Renz. (Heiterkeit und Unruhe vonseiten der Fraktionen der SPD und CDU – Heiterkeit bei Enrico Schult, AfD: Landtagspräsidentin und Bildungsministerin in einer Person. Wunderbar!) Dann möchte ich einmal anfangen mit mehr Transparenz bei den Kommunen. Das ist vollkommen richtig, Herr Renz, mehr Transparenz muss dorthin. Deswegen, das haben Sie auch richtig dargestellt und da für Aufklärung gesorgt, dafür haben wir gemeinsam mit den Kommunen einen Prüfauftrag erteilt, ein Gutachten zu erstellen. Und es war tatsächlich auch so wie dargestellt, es war nicht möglich, Gutachter zu finden. Wir haben mehrmals den Inhalt des Gutachtens dann so angepasst, wie die Gutachter zu finden sind. Und seit wenigen Wochen ist ein Gutachter gefunden. Das Gutachten ist in Auftrag gegeben. Und damit wird jetzt geprüft, wo ist mehr Transparenz möglich, weil es für alle Beteiligten unwahrscheinlich wichtig ist, hier transparent zu sehen, welche Plätze sind besetzt, welche Plätze sind nicht besetzt, welche Plätze sind in welcher Form besetzt. Das ist ganz wichtig, weil es alles bares Geld ist. Und deswegen sind hier die Prüfrechte wichtig und ist auch die Transparenz wichtig. Wir dürfen nicht verwechseln die Fachkraft-Kind-Relation mit dem Personalschlüssel. In dem Personalschlüssel sind sehr wohl die Krankheiten, die Urlaubstage, die Fortbildungstage einberechnet. Und das ist etwas anderes als die Fachkraft-Kind-Relation. Die Fachkraft-Kind-Relation ist die Relation: ein Erzieher für 14 oder 15 Kinder. Aber ausgerechnet auf 1,5 zum Beispiel eben mit Krankheit, mit Urlaub, mit Fortbildung, das ist dann nicht die Fachkraft-Kind-Relation, sondern das ist der Personalschlüssel. Und damit müssen wir unterscheiden. Dann ist es, glaube ich, noch mal ganz wichtig zu sagen, dass wir keine Quereinsteiger haben, Frau Enseleit. Sozialassistentinnen und Sozialassistenten sind ausgebildete pädagogische Fachkräfte. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Andreas Butzki, SPD: Ja. – Christine Klingohr, SPD: Genau!) Das sind keine Quereinsteiger, das sind ausgebildete pädagogische Fachkräfte. Und wir haben die höchste Fachkraftquote bundesweit, und darauf sind wir auch stolz. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und wir haben keine Mittagspausen, wie in vielen westlichen Bundesländern, wo man das Kind um zwölf abholen darf und um drei wieder hinbringen darf. Das sind, glaube ich, keine guten Verhältnisse, weder für die Familie noch für den Beruf. (Sabine Enseleit, FDP: Also das stimmt nicht. – Tilo Gundlack, SPD: Natürlich stimmt das.) Das ist kein Quatsch! (Julian Barlen, SPD: Selbstverständlich! – Zuruf von Tilo Gundlack, SPD) Nee! Da muss man auch zum Beispiel Bertelsmann lesen, da steht so was auch drin. (Zurufe von Tilo Gundlack, SPD, und Sabine Enseleit, FDP) Und wir haben auch nicht sechs oder sieben Stunden Öffnungszeiten. (Zuruf von Christian Brade, SPD) Und noch eins: Bundesweit fehlen fast 430.000 Kitaplätze. Kein einziger fehlt in Mecklenburg-Vorpommern. Wir haben hier keine Wartelisten. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Heiterkeit bei Jutta Wegner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir erfüllen den Rechtsanspruch. Viele andere Bundesländer erfüllen den Rechtsanspruch nicht, ab dem ersten vollendeten Lebensjahr einen Kitaplatz für die Kinder vorzuhalten. Und selbstverständlich haben Sie auch recht, dass wir noch eine viel zu große Betreuungsrelation haben, sehr wohl, aber die ist nicht zu vergleichen mit den anderen Bundesländern, denn das sind Äpfel und Birnen. (Der Abgeordnete Hannes Damm bittet um das Wort für eine Anfrage.) Das sind eindeutig Äpfel und Birnen, die hier verglichen werden, denn dort, wo die Plätze fehlen, sind natürlich die Gruppen kleiner. Ich würde mal davon ausgehen, dass wir vergleichen können, wenn wir dort alle Plätze geschaffen haben, 430.000 Plätze, wie groß sind dann dort die Gruppen. Und wenn wir das wissen, dann können wir beides miteinander vergleichen, …
