Bettina Martin
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Frau Hoffmeister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte erst mal was zu den Zahlen sagen. Also wir haben jetzt die Zahlen für das letzte, also das laufende Semester, das sind erst mal akkumulierte vorläufige Zahlen, die sind ja noch nicht die offiziellen Zahlen, die erst mal das Bild ergeben, dass wir im Vergleich zum Vorjahr bei den Erstsemestern einen Rückgang von 2,3 Prozent haben und insgesamt 3,4 Prozent im Vergleich zum vergangenen Semester. Und das sage ich deswegen – ich weiß, Sie haben ja extra den Vor-Corona-Effekt auch angesprochen –, ich sage das aber deswegen, weil es einen Trend zeigt dahin, dass wir wieder mehr Studierende ins Land bekommen. Jeder Rückgang ist besorgniserregend, und da teile ich Ihre Ansicht, aber ich möchte jetzt einfach noch mal die 16 Prozent ein bisschen auch ins Lot rücken. Die Frage, die erste Frage: Wie erklären wir uns das? Das hat natürlich einen Grund, haben Sie schon genannt, es gibt immer noch Corona-Effekte. Wir haben jetzt aber natürlich auch die demografische Entwicklung. Wir haben auch, wenn man sich das mal bei uns im Land anguckt und wenn wir bei uns im Land mal schauen, weniger Landeskinder. Wir sind also darauf angewiesen, dass viele aus den anderen Bundesländern kommen und auch aus den Ländern drum rum, also auch ausländische Studierende. Und deswegen, jetzt komme ich zur zweiten Frage oder, ja, zur zweiten Antwort: Was tun wir dagegen? Erstens ist natürlich sehr sinnvoll und notwendig, dass wir ein attraktives Studienangebot haben im Land. Wir haben gerade in den letzten Jahren ja auch viele neue Studiengänge, moderne Studiengänge eingerichtet. Ich sage nur mal das Beispiel, einmalig in ganz Deutschland ist die Ausbildung zum Lotsen an der Hochschule Wismar. (Die Abgeordnete Katy Hoffmeister spricht bei abgeschaltetem Saalmikrofon.) Ja, aber wir haben im Bereich der Bauingenieure viel gemacht. Das BLU-Konzept – das zeigt sich – wird unglaublich gut nachgefragt. Da ist also auch eine steigende Anzahl an Studierenden in dem Bereich natürlich zu sehen. Wir müssen – und das tun einerseits die Hochschulen, für sich zu werben – auch in den ersten Semestern natürlich Einführungsseminare anbieten, Einführungsbereiche, das ist ein wichtiger Punkt. Es gibt von uns die Kampagne „Studieren mit Meerwert“. Wir haben natürlich in dem ganzen Bereich auch Marketingkampagnen, hochschulübergreifende Maßnahmen. All das sind wichtige Punkte. Und wir haben gestern ja den Haushalt beschlossen. Ein Punkt ist auch, dass das Umfeld für die Studierenden gut ist. Also wir stärken die Studierendenwerke, mit dem neuen Haushalt legen wir oben drauf was für die Studierendenwerke. Das ist ein wichtiger Punkt. Insofern müssen wir unsere Hochschullandschaft insgesamt attraktiv machen, dass diese in den letzten Jahren rückgehenden Zahlen auch wieder ansteigen können.
