Torsten Renz
Danke, Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Butzki, also das ist das erste Mal in meiner politischen Laufbahn, dass ich höre, dass SPD-Länder bei Bildungsumfragen vorne liegen. Nach meinem Kenntnisstand ist es, ich will nicht sagen, Naturgesetz, aber es ist so, die letzten 10/20 Jahre haben wir immer vorne gehabt Bayern, Sachsen und auch Thüringen. Thüringen hat jetzt noch jahrelang davon profitiert. (Heiterkeit und Unruhe vonseiten der Fraktion DIE LINKE) Aber wenn Sie mir die Statistik zukommen lassen könnten, wäre ich Ihnen sehr dankbar. Ich wäre Ihnen auch sehr dankbar, wenn Sie als Fachpolitiker mal begründen können, warum aus Ihrer Sicht die Absenkung auf 1 : 14 sinnvoller ist, wenn alle Fachkräfte fordern, wir sollen im Krippen- beziehungsweise im Hortbereich was machen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es im Kindergartenbereich 11 Millionen kostet, und wenn wir im Hortbereich um ein Kind absenken, würde es nur 4 Millionen kosten. Und der dritte Schwerpunkt, zu dem ich Sie auffordern möchte, ist die Tatsache, Sie suggerieren, als wenn Mecklenburg das meiste Geld pro Kopf im Bildungsbereich ausgibt. Ich habe tatsächlich die letzte aktuelle Statistik gefunden aus dem Jahre 2021, die offiziell zugänglich ist. Sollten Sie andere Statistiken haben, bitte ich Sie, die preiszugeben. Da ist der Schnitt pro Kopf in Deutschland bei 9.200 Euro, bezogen auf alle Schulen. Führend ist Berlin mit 13.300 vor Hamburg (11.700), Bayern (10.500). Den letzten Platz nimmt ein Mecklenburg-Vorpommern mit 8.200. (Jeannine Rösler, DIE LINKE: 2021!) Wie kommen Sie auf Ihr Zahlenwerk, zumal ja der Doppelhaushalt 2022/2023 kaum nennenswerte Mehrausgaben im Bildungsbereich nach sich gezogen hat? (Torsten Koplin, DIE LINKE: Was?!) Insofern gehe ich ja davon aus, (Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE) dass andere Bundesländer in den letzten zwei Jahren auch mehr ausgegeben haben. Also lassen Sie mich an Ihren Quellen bitte teilhaben! – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU)
