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Christian Brade

SPD 10.11.2023 Sitzungen 8/68

Also ich dachte, ich stehe zwischen der heutigen Debatte und dem Feierabend und dem Wochenende, aber, Herr Renz, wenn Sie mir das also ablaufen, das Thema, dann gerne! Die Spartakiadebewegung hingegen, die viele Kolleginnen und Kollegen noch aus DDR-Zeiten kennen, hat diesen Stellenwert innegehabt, (Heiterkeit und Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) den sportlichen Leistungsgedanken befördert und ist mir in guter Erinnerung. Und mein Kollege Andreas Butzki hat mir erzählt, zu seiner Jugend hat er alles abgeräumt, (Heiterkeit bei Andreas Butzki, SPD: So ist das.) zumindest was das Laufen anging. (Beifall Marcel Falk, SPD) Und da ist es so gewesen, Herr Renz, Sie werden es auch noch von früher kennen, es gab Sportfeste in den Schulen, da wurden die Besten ausgewählt, die kamen dann zur Kreisspartakiade, und da haben sich die Besten untereinander gemessen, und dann ging es zur Bezirksspartakiade. Auch da haben sich die besten Sportlerinnen und Sportler untereinander gemessen. Und das geben die Bundesjugendspiele, so, wie sie heute ausgeführt werden, nicht her. Da gibt es keine Steigerung zu weiteren Wettbewerben. Dieser Gedanke fehlt komplett. (Zuruf von Torsten Renz, CDU) Und Sie sehen schon, und Sie sehen schon, das System seinerzeit war ein komplett anderes. Nun aber zurück zu den Bundesjugendspielen! Eine Balance finden wir nur durch den gefassten Beschluss des Ausschusses für die Bundesjugendspiele und die Kommission Sport der Kultusministerkonferenz sowie durch die geschaffenen und zukünftig verstärkten Angebote im Schul-, Vereins- und Leistungssport. Die Bundesjugendspiele bleiben dabei ein Wettbewerb, welcher nicht nur für die Schülerinnen und Schüler moderner ausgetragen, sondern auch für unsere Schulen mitsamt unseren Sportlehrerinnen und Sportlehrern zukünftig flexibler gestaltet sein wird. Der Sport und die Gemeinschaft werden gerade im Grundschulalter im Vordergrund stehen. Die Bundesjugendspiele, an die sich die CDU-Fraktion gern zurückerinnert, wird es dennoch weiterhin geben. Sich persönlich Ziele zu setzen und mit Enttäuschungen umzugehen, gehört einfach dazu, damals wie heute und so auch hier im Landtag. Mein persönliches Ziel ist es, Sinnvolles für den Sport in unserem Land zu erreichen, gute Anträge einzubringen und mich im Ausschuss für unsere Amateur- und Leistungssportler starkzumachen. Daher muss ich Sie nun leider enttäuschen, Herr Waldmüller, dass wir Ihren wenig gehaltvollen Antrag ablehnen müssen. Aber mit dieser Enttäuschung können Sie ja dank der Bundesjugendspiele umgehen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Heiterkeit bei Ann Christin von Allwörden, CDU) Lasst uns gemeinsam Sinnvolles für unseren Sport erreichen! In diesem Sinne: Sport frei und schönen Feierabend! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Heiterkeit bei Ann Christin von Allwörden, CDU: Das war gut!)

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