Hannes Damm
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Abgeordnete der demokratischen Fraktionen! Bei grünem Wasserstoff geht die Landesregierung bis zum Jahre 2028 von Investitionen über 560 Millionen Euro in Mecklenburg-Vorpommern aus. Allein für eine Anlage zur Produktion von blauem Wasserstoff in Rostock planen die beiden Gaskonzerne VNG Deutschland und Equinor aus Norwegen mit einer Investition von 1 Milliarde Euro. Wir besprechen hier heute also auch die Frage, in welche Technologien Millionen- und Abermillionensummen an Investitionen in unserem Land fließen werden. Es geht hier um die strategische Frage nach der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und Ausrichtung Mecklenburg-Vorpommerns. Wasserstoff wird seit knapp 100 Jahren im großen Stil per Dampfreformierung hergestellt, hauptsächlich zur Düngemittelproduktion für Raffinerieprodukte. Der Prozess der Dampfreformierung ist also nichts Neues. Neu bei blauem Wasserstoff ist im Gegensatz zu grauem Wasserstoff, dass das entstehende CO abgeschieden wird, damit dieses nicht in die 2 Atmosphäre entweicht. Nach den Plänen von VNG und Equinor soll das abgeschiedene CO im Rostocker Hafen in Tanker gepumpt 2 und dann unterirdisch in Lagerstätten, zum Beispiel unter der Nordsee, gepresst werden. Aber handelt es sich bei Wasserstoff, bei blauem Wasserstoff, tatsächlich um eine klimafreundliche Alternative? Betrachten wir dazu die tatsächlichen Klimawirkungen von blauem Wasserstoff!
