Dr. Till Backhaus
Ja, mache ich gerne. Ich fange von dem letzten Thema an, Stichwort „Aquakultur“. Aufgrund der Tatsache, dass wir aktuell, was die Fischpreise anbetrifft, wenn Sie das sich aktuell anschauen, dann nehme ich zur Kenntnis, dass die Preise für Fisch deutlich angestiegen sind. Und damit nimmt natürlich auch für uns die Wettbewerbsfähigkeit zu. Und ich nehme natürlich zur Kenntnis, wenn Sie sich das mal anschauen, wo denn insbesondere Meeresfrüchte aktuell herkommen auf dieser Welt, unter welchen Bedingungen dort produziert wird, das ist aktuell nicht möglich, und deswegen muss da Forschung und Entwicklung hinein, damit wir umweltverträgliche und dann auch akzeptable Aquakulturanlagen errichten. Und daran arbeiten wir. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Im Übrigen haben wir sehr wohl Aquakulturanlagen, die im Lande existieren und die auch weiter stabilisiert werden müssen, Punkt eins. Punkt zwei, Greifswalder Bodden: Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass auch der Leitungsbau vor den obersten Gerichten im Übrigen nicht nur akzeptiert worden ist, sondern ganz im Gegenteil in den aktuellen Verfahren bestätigt worden ist! Wo wir uns durchgesetzt haben, ist vollkommen klar. Das war auch immer abgestimmt mit dem Wirtschaftsministerium, dass insbesondere in der Laichzeit Rohrleitungsbau- oder überhaupt Baumaßnahmen in diesen Gebieten nicht stattfinden. Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis! Das haben wir durchgesetzt, und daran halten sich im Übrigen auch das Bergamt und die Behörden. Nehmen Sie das bitte noch mal zur Kenntnis! Im Übrigen sind es ja nicht nur zwei Leitungen, sondern es sind mittlerweile vier Leitungen. Das ist jetzt die fünfte. Im Übrigen sind auch andere Leitungen durchgezogen worden mit 50 Hertz. Nehmen Sie das bitte auch mit auf! Das letzte Thema sind noch mal die Kormorane. Also glauben Sie mir, schauen Sie sich unsere eigene Studie an, und ich habe ja deutlich gesagt, auch die aktuelle Studie, die von Schleswig-Holstein in Auftrag gegeben worden ist, es ist so, dass der Kormoran in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern an unserer Küste so viel Fisch entnimmt wie wir in Phasen, wo wir einigermaßen Quoten hatten, tatsächlich die Bestände aus den Gewässern entnommen haben. Im Übrigen ist es nicht nur der Hering, es ist auch der Hecht oder auch der Zander. Das nehmen wir zur Kenntnis und ich habe immer wieder darauf hingewiesen, wir brauchen hier ein europäisches Management. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Dieses Gelaber kennen wir vom Wolf.) Leider hat Europa in dieser Frage bis heute noch nicht reagiert, und ich gehe davon aus, dass wir auch in dieser Frage weiterkommen wollen und auch müssen. Und abschließend noch mal: Wenn ich mir überlege – das ist die Antwort auch auf die Frage, ob die Ressource da ist oder nicht –, zur Wendephase, wie viel Quote hatten wir da? Über 100.000 Tonnen beim Hering. Und Sie haben die Zahl ja genannt, dass wir jetzt bei 570 Tonnen liegen. Also man muss das doch mal ernst nehmen, die Situation, dass wir hier diese Bedingungen haben, die Ressource als solche durch die Umweltbedingungen, das hat Herr Zimmermann auch sehr, sehr deutlich zum Ausdruck gebracht als Forschungseinrichtung. Es liegt nicht am Aufwand der Fischerei. Also die Fischerei ist nicht schuld an diesem Niedergang der Population, sondern es sind tatsächlich die Umweltrahmenbedingungen, und das ist insbesondere, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Der Kormoran!) ist insbesondere – noch mal ausdrücklich – die Erwärmung der Ostsee, der Sauerstoffmangel, …
