Nadine Julitz
Sehr gerne. Also zunächst maße ich mir als Nichtjuristin nicht an, eine Rechtsauffassung von mir jetzt kundzutun. Das ist eine persönliche Meinung. Wie gesagt, ich sehe das nicht als Rechtsbruch an. Es ist ein Leitfaden, an den sich gehalten werden soll. Und solange die Lehrerinnen und Lehrer den Schülern nicht auferlegen, wie sie zu schreiben oder zu sprechen haben in der Schule, sehe ich da keine, (Michael Meister, AfD: Dafür gibt es ja Regeln. – Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) keine Bedenken. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Zuruf von Michael Meister, AfD) Aus Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern und mit Lehrerinnen und Lehrern weiß ich, dass das Gendern dort genauso kontrovers diskutiert wird wie auch hier in diesem Hause oder wie an jedem Tisch zu Hause beim Abendbrot. Gut so! (Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD: Die Regeln sind doch aber anzuwenden.) Sprachveränderung kommt nicht von heute auf morgen. Sprachveränderung braucht Zeit und kontroverse Debatten, (Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD: Aber nicht von oben nach unten.) ein Für und Wider, ein Abwägen von Vor- und Nachteilen. (Zuruf von Daniel Peters, CDU) Es gibt überhaupt gar kein „von oben nach unten“, das haben wir ja gerade festgestellt, (Petra Federau, AfD: Natürlich!) denn es gibt kein Falsch und kein Richtig, (Michael Meister, AfD: Natürlich!) sondern es ist vollkommen in Ordnung, (Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) wenn jeder … (Heiterkeit und Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) Wir haben es gestern auch gesagt, (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) es gibt keine Genderpolizei. (Zurufe von Michael Meister, AfD, und Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) Mir ist es vollkommen egal, (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) ob Herr Renz das Plenum hier mit „Sehr geehrte Abgeordnete“ anspricht. (Glocke der Vizepräsidentin) Ist mir vollkommen egal. Ich mache es …
