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Elke-Annette Schmidt

Die Linke 09.11.2023 Sitzungen 8/67

Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vielen herzlichen Dank für die doch recht lebhafte und schöne Debatte! Und, Frau Becker-Hornickel: Klasse, kann ich da nur sagen! Ich kann es leider nicht erwidern. Als gebürtige Thüringerin ist mir das Plattdeutsche nicht so in die Wiege gegeben. (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der SPD) Es gibt natürlich auch in Thüringen ein Platt. Also hinterm Berg, sagt man bei uns, in Richtung Suhl spricht man auch Platt, natürlich ein anderes als hier. Aber vielen, vielen Dank für diese sehr, sehr belebende, diesen belebenden Beitrag! Und vielleicht können wir das eine oder andere Mal noch einen solchen Beitrag hier hören. Verstehen kann ich es gut, weil ich habe ja nach Mecklenburg eingeheiratet sozusagen. Mein Mann ist von hier und auch mein Schwiegervater, und da wurde auch das eine oder andere Mal Platt gesprochen und ich kann es relativ gut verstehen. Also ich habe fast alles verstanden. Und die Nachrichten am Freitagabend, die NDR ja auch auf Platt überträgt im Radio, die höre ich mir auch das eine oder andere Mal an. Also noch mal vielen Dank für die Debatte, die doch im Großen und Ganzen hier sehr sachlich vorgetragen wurde! Der Ministerin in Vertretung danke ich noch mal für all die Aktivitäten, die es im Land gibt. Das ist durchaus ansprechend und das ist alles wirklich auch sehr zu loben. Aber wir finden eben doch, dass gerade – und darauf hat meine Kollegin Frau Schröder ja auch schon hingewiesen – das Landesmarketing hier doch noch etwas aktiver sein kann, um eben auch das, was Fritz Reuter geleistet hat, noch über die Landesgrenzen hinauszutragen und auch im Zusammenhang zu sehen mit der Region, aus der er kommt. Ich denke, hier wäre tatsächlich noch, ist noch ein Nachholbedarf und da kann man das eine oder andere noch verbessern. Ja, und natürlich wollen wir mehr Geld als die 25.000 Euro. Ich sage es mal so, (Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) also wir könnten uns schon vorstellen, dass wir darüber hinaus noch finanzielle Mittel akquirieren. Frau Schröder hat auch schon darauf hingewiesen. Und ich denke, (Katy Hoffmeister, CDU: Aber wir sind doch das Parlament!) hier wird uns, da wird uns auch was gelingen, dass wir hier … (Zuruf von Katy Hoffmeister, CDU) Na ja, wir müssen uns hier schon auch, (Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) wir müssen uns hier schon auch (Zuruf von Torsten Renz, CDU) an die finanziellen Gegebenheiten halten. (Zuruf von Rainer Albrecht, SPD) Das wissen Sie genauso wie ich. (Unruhe bei Rainer Albrecht, SPD, Sebastian Ehlers, CDU, und Torsten Renz, CDU) Und ich denke, die Regierung hat hier schon den Auftrag verstanden. Ja, und wir wollen mit dem Antrag natürlich das Leben und Werk von Fritz Reuter würdigen, weil wir meinen, dass das angemessen ist. Das haben ja auch fast alle Fraktionen unterstützt. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Alle!) Und natürlich ist uns auch das Bild, das er von jüdischen Menschen zeichnet, nicht unbekannt. Aber es ist eben in den Kontext der damaligen Zeit zu setzen (Horst Förster, AfD: Ach, auf einmal!) und es hat sein Werk nicht dominiert. Das muss man ganz einfach mal so sagen. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Und deshalb haben wir darauf jetzt auch nicht den großen Wert gelegt. Und er ist ein Demokrat. Er hat für die Demokratie gekämpft, das muss man einfach sagen, und hat dafür viele, ja, auch Repressalien auf sich genommen. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das ist ganz einfach nicht wegzudiskutieren. (Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) Ja, und auch die Burschenschaften waren zur damaligen Zeit ein fortschrittliches Instrument. (Horst Förster, AfD: Sind sie immer noch.) Das waren sie, das ist unbestritten, (Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD: Genau wie die AfD.) genauso wie der Heimatbegriff (Glocke der Präsidentin) nicht von der AfD hier einfach okkupiert werden kann. Auch ich habe schon gesungen „Unsere Heimat sind nicht nur die Städte und Dörfer“, (Horst Förster, AfD: Sehr gut, sehr schön!) und auch wir werden den Heimatbegriff … (Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD)

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