Jan-Phillip Tadsen
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Vielleicht erst kurz zu Ihnen, Herr Domke. Sie haben ja einmal die Würde des Hauses angesprochen, und ich denke, das ist ein guter Aufhänger für das, was ich jetzt hier noch ergänzen möchte. Die Würde des Hauses ist die des demokratischen Streites, einer demokratischen Kultur, die gelebt werden muss. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) Und dafür sitzt hier die AfD-Fraktion, die Ihnen in dieser wirklich sensiblen, hochemotionalen Fragestellung – da will ich Frau Hoffmeister auch durchaus anerkennend würdigen, dass sie hier mit echter Emotion das Thema angefasst hat, das hat mir selber durchaus auch etwas in den Körper gesetzt –, aber dieser Streit und die Konsequenz aus einer politischen Frage, und die will Herr Barlen hier mit seinem Vorgehen, mit seinem schönen Netzwerken, was er hier immer wieder gut betreibt und wo Herr Terpe ihm dann herzlich für dankt, diese politische Frage will er mit uns nicht ernsthaft ausfechten. (Beifall Jens-Holger Schneider, AfD – Julian Barlen, SPD: Ja.) Und ich kann Ihnen, Herr Barlen, ich kann Ihnen da jemanden nennen, das ist der Herr Kramer – und ich meine nicht den Fraktionsvorsitzenden meiner AfD-Fraktion, sondern ich meine den Verfassungsschutzpräsidenten aus Thüringen –, der gerade erst heute gesagt hat, viele Menschen, die 2015 nach Deutschland kamen, sind in einer Situation, wo jetzt eine Phase eintritt, die sie weder persönlich noch beruflich fortkommen lässt. Und das ist genau diese Integrationsproblematik, die wir hier gestern schon hatten und die auch bei diesem Thema wieder reinsticht. Darauf eine Frage zu haben, ist doch völlig legitim. (Zuruf von Katy Hoffmeister, CDU) Und wenn Herr Kramer von einer DNA spricht im übertragenen Sinne, die diese Menschen, die aus dem arabischen Raum hier zu uns kommen, und die Antisemitismus auf die Straßen trägt und die dazu führt, dass Menschen in Neukölln Angst davor haben müssen, wenn sie den Davidstern tragen, (Jens-Holger Schneider, AfD: Oder die Kippa.) einer Körperverletzung ausgesetzt zu werden, dann können Sie, Herr Terpe, nicht sagen, dass das kein Thema ist. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) Das können Sie einfach nicht! Und ich möchte – die Zeit geht zu Ende – nur eins sagen: Natürlich ist es ein nationalsozialistischer Ideologieexport gewesen in den arabischen Raum. Amin al-Husseini, Chef der Moslembrüder, hat engstens zusammengearbeitet mit den Nazis und hat natürlich dazu beigetragen, dass diese Ideologie auch sich heute noch weiter ausprägt. Und Herr Krause, mein Professor meiner Bachelorarbeit, hat sehr deutlich in der FAZ gerade noch mal gesagt, es ist so, dass diese Ideologie bis heute „Mainstream“ ist …
