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Dr. Till Backhaus

08.11.2023 Sitzungen 8/66

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Heute geht es um die LMS und damit die landeseigene Beratungsgesellschaft, die im Übrigen immerhin 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat, und, wenn ich das sagen darf, als landeseigenes Unternehmen in der Beratung in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus sich einen sehr, sehr guten Ruf erarbeitet hat – Und einen Umsatz von wie viel macht? –, mit Fakten unterlegt und auch bewiesen, 8 Millionen Euro im Jahr Umsatz macht. Was mir in dem Zusammenhang auch sehr, sehr wichtig ist, ist, dass zu der LMS im Übrigen auch die LUFA gehört – die Landesuntersuchungs- und Forschungsanstalt. Das ist den meisten gar nicht bewusst, weil da im Übrigen das Saat- und Pflanzgut untersucht wird, und wir in über 120 Länder dieser Erde im Übrigen Saat- und Pflanzgut exportieren, und das wird auch über die LMS abgewickelt. Hinzu kommt im Übrigen auch, dass wir die LMS beliehen haben mit hoheitlichen Aufgaben. Ich nehme ein Beispiel, die sozioökonomische Beratung: Wenn landwirtschaftliche Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, dann versuchen wir, dort Hilfestellung zu geben, damit auch solche Unternehmen oder Familien zum Beispiel ihr Haus nicht verlieren. Und dazu gehören auch die Futtermitteluntersuchungen und Spezialuntersuchungen als Dienstleistungen für die Landwirtschaft. Wer sich so ein bisschen in diesem Bereich auskennt, der weiß, dass wir hier auch wieder einen Sonderstatus haben. In den älteren Bundesländern sind dafür Kammern entwickelt worden – Landwirtschaftskammern, ähnlich wie die Ärztekammern. Und aus den Beiträgen im Übrigen, entweder vom Staat oder durch die eigenen Betriebe ... (Unruhe vonseiten der Fraktionen der SPD, AfD, CDU, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Glocke der Präsidentin) Bin ich gemeint? (Präsidentin Birgit Hesse spricht bei abgeschaltetem Mikrofon.) Ich dachte, ich habe schon wieder was verkehrt gemacht. (Präsidentin Birgit Hesse spricht bei abgeschaltetem Mikrofon. – René Domke, FDP: Das war zu laut.) Bei der Präsidentin bin ich immer aufgeregt. (allgemeine Heiterkeit) Ich habe gedacht, ich habe schon wieder irgendwas verkehrt gemacht. (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der SPD) Nein, also zum Aufmuntern ist das ja auch nicht ganz schlecht. Also, was mir noch mal sehr, sehr wichtig ist, ist, dass dieses Unternehmen eben auch mit staatlichen Aufgaben beliehen worden ist. In anderen Bundesländern wird das über Kammerbeiträge dann finanziert und mit immensen Mitteln im Übrigen auch der Länder unterstützt. Das haben wir hier alles nicht, sondern diese GmbH muss sich als GmbH selber tragen. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal in Mecklenburg-Vorpommern. Ich bin unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in der LMS tätig sind, auch wirklich unendlich dankbar für das, was sie jeden Tag leisten, ja, (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) denn sie tragen am Ende natürlich auch zur Lebensmittelsicherheit und letzten Endes auch zur Wertschätzung dieses Volkswirtschaftsbereiches bei. Jetzt kommt das Kardinalproblem am Standort in Rostock: Wer Rostock so ein bisschen kennt (Rainer Albrecht, SPD: Ja.) und in Rostock studiert hat oder lebt, der weiß, die Graf-Lippe-Straße ist der Standort, ist eine wunderbare Villa, wenn man es so sagen darf, wo seinerzeit vor über 150 Jahren diese LUFA gegründet worden ist, und sie entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen, was Labor … (Heiterkeit bei Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Allein der Gerätepark.) Weil der Gerätepark dort in diese Villa hineingebaut worden ist. … und auf der anderen Seite sicherlich auch die Liegenschaft für die universitäre Entwicklung auch nicht von schlechten Eltern ist, wenn ich das mal so sagen darf. Aber im Kern geht es natürlich darum, dass die technische Ausstattung dem Stand der Technik heute nicht mehr entspricht und wir uns nach Alternativen umgesehen haben, einen neuen Standort zu entwickeln, und das ist das AgroBio Technikum in Lüsewitz. Dort soll umgebaut werden, und das ist doch mit erheblichen Kosten verbunden. Und damit dieses Unternehmen, das sich ja selbst finanzieren muss, das dann auch am Ende auch sicher, um die weitere Entwicklung zu forcieren, auch stemmen kann, bitten wir heute darum – das soll auch noch in diesem Jahr vonstattengehen –, das Eigenkapital um 3 Millionen Euro zu erhöhen. Und das ist der Kern meines Wunsches oder unseres Wunsches als Landesregierung, um dieses Unternehmen stabil zu halten. Und im Übrigen ist es auch noch mal wieder ein Beitrag, auch Unternehmen, die für die ländlichen Regionen und für die Landwirtschaft tätig sind, dann auch in dem ländlichen Raum anzusiedeln. Und insofern soll die Landgesellschaft dann das Grundstück, und die Liegenschaft ist erworben worden von der Stadt Lüsewitz, das haben wir im Übrigen auch mal gefördert, auch aus unserem Haus, aber damit würden wir tatsächlich dann auch moderne Arbeitsbedingungen schaffen, um damit auch die LUFA/LMS für die Zukunft zu sichern. Insofern ist es ein öffentliches Interesse, auch ein überragendes, wenn ich es so sagen darf, dass wir diesen Betrieb oder dieses Unternehmen jetzt dann auch stabilisieren. Und ich hoffe, dass wir dann tatsächlich hier auch zu einem schnellen Ergebnis kommen. Frau Präsidentin, ich habe meine Redezeit um eine Minute unterzogen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und FDP – Heiterkeit vonseiten der Fraktion der SPD: Oh!)

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