Mandy Pfeifer
Gerne, Frau Präsidentin, vielen Dank für das Wort! Herr Förster, zunächst erst mal haben Sie dieses Thema gesetzt und nicht wir. Und ich habe mir Mühe gegeben auszuführen, dass es immer Sie sind, die dieses Thema setzen, und nicht wir, weil wir sehen überhaupt gar keinen Regelungsbedarf. Das ist Erstens. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Zweitens bin ich gleichstellungspolitisch sensibel, weil meine Mutter mich so erzogen hat, so viel mal dazu. Drittens muss ich auf Ihre Argumente gar nicht eingehen, weil das, was Sie eigentlich sagen, nämlich, dass wir die Menschen zu einem bestimmten Sprachgebrauch zwingen wollen, schlicht und ergreifend nicht existiert, habe ich mir Mühe gegeben, auch das auszuführen. Noch mal, es gibt keine Genderpolizei. Reden Sie gerne, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist! Ich habe hier an diesem Pult auch schon mal gesagt, es gibt Menschen, die sind im generischen Maskulinum groß geworden, denen liegt das mehr. Ich bin auf der Paarformulierung sozialisiert. Meine Töchter verstehen sich wunderbar auf das Gendersternchen. Es soll jeder gern so sprechen, wie er möchte. Ich möchte gern die Achtsamkeit haben in der Sprache, (Zuruf von Enrico Schult, AfD) würde ich mir von vielen wünschen, und dass unsere gesetzlichen Regelungen alle adressieren müssen, das bleibt unbenommen. Und dabei bleibe ich auch, und deswegen bin ich mit Ihrem Gesetz so umgegangen, wie ich damit umgegangen bin. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
