Dr. Harald Terpe
Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin trotzdem ein bisschen überrascht, dass bei diesem Thema nicht von vornherein sozusagen der Schulterschluss gesucht wird im Parlament, weil diese Frage der Pflege für die Zukunft eine Herausforderung für uns ist. Und ich denke, dass der Antrag der CDU diesen Geist auch atmet, dass man sich bei dieser Sache sozusagen gemeinsam auch durch Beschluss auf den Weg macht, die Zahl der Absolventinnen und Absolventen in der Pflege oder in der Pflegehilfskräfteausbildung im Lande zu erhöhen. Die Daten aus der Demografie und der Alterung der Gesellschaft bei gleichzeitig drohendem Fachkräftemangel sind hinreichend bekannt. Und das war ja ursprünglich auch auf Bundesebene Grund für eine Reform in der Pflegeausbildung. Auch ich gehörte damals zu denen, die gesagt haben, das wird Schwierigkeiten geben mit der generalistischen Pflegeausbildung, aber wenn sie dann da ist, muss man sie so gut organisieren, wie es nur irgend geht. Und warum war ich der Meinung, dass das vielleicht auch Schwierigkeiten geben kann? Das ist eigentlich aus einer persönlichen Erfahrung gewesen. Ich werde nachher noch mal darauf hinkommen, aber die persönliche Erfahrung sagte, dass es nicht alleine auf die Anforderung an Wissenserwerb in der Pflege ankommt, sondern dass wir viele Leute, die bereit sind zu pflegen und eine große Empathie und eine große Sensibilität dafür aufweisen, was Leute an Pflegebedarf haben, dass wir die häufig verlieren, weil sie an dem Wissenserwerb sozusagen scheitern. Und mal unabhängig von der Frage, wie viele letztendlich nachher die Prüfung nicht schaffen, ob ein Drittel oder weniger, auf jeden Fall müssen wir jede und jeden in der Pflege versuchen zu halten, wie es nur irgend geht. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP) Wir erinnern uns zurück. Vier Minuten habe ich als Redezeit, ist das richtig?
