Falko Beitz
… mit der Versteppung ganzer Landstriche gerechnet werden muss. Nein. Nicht die Windräder sind das Problem, meine Damen und Herren, unser immer noch steigender Ausstoß von Treibhausgasen und die daraus resultierende Erderwärmung, das ist das wahre Problem. In Bonn wurde im Juni die 28. Klimaschutzkonferenz vorbereitet, übrigens die erste mit einer Sachstandserfassung beim Status quo. Alle Zeichen stehen in Richtung Überlastung des Planeten, stehen auf das Erreichen irreversibler Kipppunkte der Erderwärmung. Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Dass die AfD sich bei diesem Antrag einmal auf eine wissenschaftliche Studie beruft, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es im Kern trotzdem mit einer wissenschaftsfeindlichen Partei zu tun haben, (Zuruf von Paul-Joachim Timm, AfD) denn statt dieser einen Studie hätte man sich auf Tausende andere Studien stützen können, (Zuruf von Jan-Phillip Tadsen, AfD) die sehr genau und sehr nachdrücklich vor Augen führen, was passieren wird, wenn uns die Notbremse bei der Dekarbonisierung nicht gelingen wird, meine Damen und Herren. Wir sprechen nicht über einen Klimawandel, der irgendwann abstrakt in 50 Jahren passieren könnte, wir sind mittendrin. Lokale Wetterphänomene sind längst im Wandel begriffen, und das radikaler, schneller und für uns Menschen nachteiliger, als uns lieb sein kann. Aber darum geht es Ihnen gar nicht, Sie haben diese Debatte heute angemeldet, um den Menschen da draußen zu erzählen, dass es da große Unsicherheiten bezüglich Windkraftanlagen geben würde, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Es gibt Forschungsergebnisse vor Ort.) das habe selbst der Landtag diskutiert. Sie wollen Unsicherheit streuen, wollen Angst verbreiten vor den vermeintlich bösen Auswirkungen der Windkraft, (Zuruf vonseiten der Fraktion der AfD: Sie haben Angst vor freier Forschung.) weil Angst das einzige politische Konzept ist, das Sie kennen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Haben Sie nicht gerade noch vor dem Wetter Angst gehabt?) Diesen Antrag lehnen wir aus vollster Überzeugung ab. Er offenbart einmal mehr, dass die AfD die echten Probleme der Menschen im Land geflissentlich ignoriert, sogar negiert und lieber Pseudodebatten über das Wetter führt, (Zuruf von Jan-Phillip Tadsen, AfD) wie meine Oma gesagt hätte, weil man sonst nichts zu sagen hat. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
