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Hannes Damm

GRÜNE 21.09.2023 Sitzungen 8/64

Auf keinen Fall! (Enrico Schult, AfD: Steht ja nicht auf seinem Zettel.) Die sind immerhin schon über 300 Jahre bekannt. (Zuruf von Enrico Schult, AfD) Aber auch in neuerer Zeit und im konkreten Fall beschäftigen sich zahlreiche Studien mit dem Thema des Antrages. (Zuruf von Enrico Schult, AfD) Zunächst möchte auch ich aus der äußerst umfangreichen Ausführung des Wissenschaftlichen Dienstes der Bundesregierung zu diesem Thema mit der genannten Drucksachennummer WD 8 - 3000 - 076/20 aus dem Jahr 2020 zitieren. „Aus den Simulationsrechnungen ergibt sich, dass ein Anheben der Kapazität des Windkraftwerkes sowohl auf regionaler als auch auf lokaler Ebene keinen signifikanten Effekt auf die oberflächennahen Klimaeigenschaften habe. Die Klimaauswirkungen von Windkraftanlagen seien im Vergleich zu regionalen Veränderungen, die durch historische Veränderungen der Landbedeckung verursacht würden, und zu globalen Temperaturstörungen, zu denen es durch die Verwendung von Kohle zur Energieerzeugung einer äquivalenten Strommenge käme, gering.“ Die Drucksache stützt sich auf zahlreiche wissenschaftliche Studien, von denen Sie maximal die Überschrift gelesen haben, unter anderem auf einen Artikel der Harvard-Wissenschaftler Miller und Keith aus dem Fachmagazin „Joule“, den ich kurz zusammenfassen möchte und von dem Sie scheinbar nur, wie ich schon sagte, die Überschrift kennen. Nehmen Sie das Folgende einfach also als Bildungsveranstaltung zum aktuellen Stand der Wissenschaft! Bildung tut bei Ihnen ja offensichtlich not. Zunächst stellt die Studie noch mal fest, es existiert ein kohärentes Verständnis der Effekte der Windenergieanlagen auf ihre Umgebung. Tageszeitliche und saisonale Modellierungen decken sich mit den Messdaten. Hinsichtlich der Niederschlagsveränderungen stellen die Autoren fest, dass diese insgesamt sehr gering seien und hier nicht einmal eine klare räumliche Korrelation belegbar sei. Herr Pegel zitierte es bereits, Windkraftanlagen erzeugen also genau keine Dürre. Windenergieanlagen erzeugen auch keine Erhöhung des Energieinhalts der Atmosphäre insgesamt, wie es bei der Klimaerhitzung durch Verbrennung fossiler Energieträger tatsächlich der Fall ist. Sie erzeugen lediglich, wie Herr Seiffert schon sagte, eine lokale Durchmischung der Temperaturschichtungen, wodurch es am Boden etwas wärmer wird, etwas weiter oben aber im Gegenzug auch kühler. Obendrein ist selbst die nur lokale Erwärmung der Oberfläche viel kleiner als der lokale Anteil der globalen fossil verursachten Erhitzung über alle Luftschichten durch den Treibhauseffekt. Und der Treibhauseffekt wirkt eben nicht nur lokal, sondern summiert sich über jeden Flecken Erde zu einem gigantischen globalen Temperatureffekt auf. Und um es auf Ihrer Flughöhe zu formulieren: Im Auge des Hurrikans ist ein durch den Sturm verursachter Wasserrohrbruch eben auch egal. (Enrico Schult, AfD: Ich hab das nicht verstanden. Können Sie das noch mal erklären?!) Der Temperaturanstieg durch die Klimakrise, (Zuruf von Thore Stein, AfD) dem ja mit Windenergie begegnet wird, …

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