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Sabine Enseleit

FDP 21.09.2023 Sitzungen 8/64

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete! Ich hatte mir eigentlich gewünscht oder vorgestellt, wir würden hier eine faktenbasierte Diskussion führen über das, (Zuruf von Tilo Gundlack, SPD) wie ich nach wie vor finde, enorm wichtige Thema KI. Stattdessen stellen Sie sich hier hin und beschimpfen uns, beleidigen uns, (Zuruf von Jeannine Rösler, DIE LINKE) allen voran die Ministerin, und da tue ich mich ein bisschen schwer, da irgendwie was dazu zu sagen, weil, wie gesagt, ich habe mir eigentlich gewünscht, wir würden faktenbasiert diskutieren. Aber egal, nun ist es so und ich will auf die einzelnen Punkte eingehen. Ich kann mir auch nur deswegen vorstellen, dass Sie so reagiert haben, weil Sie sich, glaube ich, nicht intensiv genug mit dem Thema beschäftigt haben und … (René Domke, FDP: Und sich ertappt fühlen!) Genau. … sich dabei ertappt fühlen, (Christian Albrecht, DIE LINKE: Wir sind alle faul.) weil wenn Sie sich intensiv beschäftigt hätten – und das hätten Sie durchaus gekonnt, denn in unserem Land gibt es hervorragende Experten –, dann hätten Sie auch verstanden, was wir mit diesem Antrag eigentlich wollen. Und jetzt zu Ihnen, Frau Oldenburg: Sie haben ja eigentlich im Grunde genommen mir einen wesentlichen Teil vorweggenommen, indem Sie beschrieben haben, wie Sie versucht haben rauszufinden, ob ich den Antrag mit ChatGPT geschrieben habe. Und wie gesagt, Sie sind zu keinem Ergebnis gekommen, wollen aber dennoch dann nachher herausfinden, also Sie haben ja diese Verstoßrichtlinie erwähnt, wie die Jugendlichen in der Schule verstoßen haben oder nicht. Also das heißt, Sie können es ja selbst gar nicht überprüfen und wollen aber dann Verstöße ahnden. Das hat sich mir nicht erschlossen, wie das funktionieren soll. (Beifall Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das zeigt aber, (Zuruf von Andreas Butzki, SPD) das zeigt aber, wie wichtig es ist, dass wir uns damit beschäftigen, (Zuruf von Tilo Gundlack, SPD) weil natürlich hat ChatGPT Grenzen. Und wie gesagt, wenn Sie sich damit beschäftigt haben, werden Sie festgestellt haben, dass zum Beispiel ChatGPT halluziniert. (Zuruf von Enrico Schult, AfD) Das heißt, was Sie beschrieben haben, einmal sagt er, es sei mit KI geschrieben, dann nimmt er es wieder zurück, (Heiterkeit und Zuruf von Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) das sind alles Dinge, das ist noch nicht zu Ende erforscht. (Andreas Butzki, SPD: So ist es.) Und deswegen brauchen wir die wissenschaftliche Begleitung, deswegen brauchen wir auch die Diskussion darüber, deswegen müssen wir uns intensiv damit beschäftigen, weil, wie gesagt, die Schülerinnen und Schüler, die nutzen das ja schon. (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP – René Domke, FDP: Genau das ist es.) Also wie wollen wir das jetzt irgendwie eingrenzen? (René Domke, FDP: Wir laufen dem immer hinterher.) Und um das Geheimnis zu lüften, ich habe den Antrag nicht mit ChatGPT geschrieben. (Heiterkeit und Zurufe vonseiten der Fraktion der SPD) Doch! (Marcel Falk, SPD: Das war Ihre Mitarbeiterin.) Nein. Dann noch mal zurück zu dem Vorwurf, wir könnten ja auch den Antrag aus dem Juli nehmen. Damals haben Sie von diesen Leitlinien gesprochen. Da ist überhaupt nicht klar, auf was für einer Basis diese Leitlinien erstellt werden sollen. Es ist noch gar nicht genug erprobt, um da überhaupt was aufstellen zu können. Genau das müssen wir ja jetzt machen. Und was Sie eigentlich machen mit diesem Antrag, ist, dass Sie die Lehrkräfte mit dem Thema alleinlassen. Die sollen dann Fortbildungen besuchen, aber mit zwei Fortbildungen im Jahr ist es eben nicht getan. Sie müssen sich mit diesem Thema wirklich intensiv beschäftigen. Sie brauchen die Erprobung, sie brauchen die wissenschaftliche Begleitung, und das ist im Grunde das, was wir mit diesem Antrag fordern. Wir haben auch konkrete Beispiele genannt, wie das nachher aussehen kann, und das ist genau das, was in Bayern gemacht wird. Da wird das erprobt, und ich halte das für den absolut richtigen Weg. Und jetzt noch mal irgendwie zu warten und zu überlegen, das ist aus meiner Sicht überhaupt nicht zielführend. Zur AfD ganz kurz: Sie haben gar nichts verstanden (Heiterkeit und Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD – Zuruf vonseiten der Fraktion der AfD: Oha!) und sich offensichtlich auch gar nicht mit dem Thema beschäftigt. Aber das wissen wir ja mittlerweile, (Horst Förster, AfD: Das ist aber ein bisschen frech, ehrlich!) dass Sie immer nur mit Konzepten aus der Vergangenheit antworten und nicht in die Zukunft blicken. (Zuruf von Horst Förster, AfD) Insofern will ich darauf auch gar nicht weiter eingehen. (Der Abgeordnete Enrico Schult bittet um das Wort für eine Anfrage.) Die CDU hat es verstanden, die haben zumindest festgestellt, dass es ein Zukunftsthema ist, aber …

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