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Andreas Butzki

SPD 21.09.2023 Sitzungen 8/64

Ich bin kein Mitglied des Verbandes Bildung und Erziehung und mir wurde gesagt, die Fraktionen waren eingeladen. Dann sage ich nicht „alle Fraktionen“, sondern „die Fraktionen“ waren eingeladen. Das wird dann vielleicht korrekter gewesen sein. Und da war nur das Kopfschütteln. (Zuruf von Torsten Renz, CDU) Der bestbesuchte Workshop war „Künstliche Intelligenz“. Das zeigt also, dass die Lehrer höchstinteressiert sind an dieser ganzen Problematik, und Sie sagen, viele Lehrkräfte sind kaum motiviert, sich auf die digitalen Möglichkeiten einzulassen. (Sabine Enseleit, FDP: Lesen Sie den Satz doch zu Ende!) Nehmen Sie doch mal allein die Plattform itslearning, die haben wir eingeführt, oder den Einsatz von digitalen Schultafeln und digitalen Endgeräten. Einzelbeispiele werden Sie mir nennen können, die kann ich Ihnen auch nennen, aber das Gros der Lehrerinnen und Lehrer nutzt diese ganzen Angelegenheiten. (René Domke, FDP: Welche denn? Welche denn?) Und die Pandemie war ganz schlimm, aber die Digitalisierung in der Schule wurde dadurch befeuert, (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD) und itslearning, damit haben wir ... (René Domke, FDP: Was nutzen sie?! Machen Sie es doch mal konkret!) Aber die Aussage, die Sie getroffen haben und die Sie in der Zeitung auch wiederholt haben in Ihrem Pressestatement, das ist doch unmöglich! (Zuruf von René Domke, FDP) Natürlich, ich habe es Ihnen doch gerade gesagt! Aus meiner Rede können Sie erkennen, dass wir heute Ihren Antrag natürlich nicht annehmen und eher ablehnen. (Torsten Renz, CDU: So schlimm wie heute warst du lange nicht!) SPD und LINKE lehnen aber nicht die Künstliche Intelligenz an Schulen ab. Wir müssen aber eine verantwortliche Nutzung von der Künstlichen Intelligenz in der Bildung sicherstellen. Das Bildungsministerium – dazu stehe ich auch – muss die Schulen ermutigen, sich auf den Weg zu machen. Wir haben das schon gehört, dass wir einen Beschluss gefasst haben, und ich könnte mir dort durchaus vorstellen, dass man regelmäßig zu bestimmten Themen auch diskutiert, in welcher Form auch immer, (Torsten Renz, CDU: Dürfen wir bloß nicht beantragen.) in welcher Form auch immer. (Zuruf von Marc Reinhardt, CDU) Landespolitik muss über Künstliche Intelligenz im schulischen Kontext umfassend aufklären, Möglichkeiten und Potenziale aufzeichnen. (Torsten Renz, CDU: Wenn wir das beantragen, wird es abgelehnt aus Prinzip.) Und Lehrerkollegen haben das bereits erkannt und viele Schülerinnen und Schüler, haben wir heute auch schon gehört, nutzen die Künstliche Intelligenz. Und dann werde ich Ihnen noch mal sagen, das fand ich total interessant, laut der Vodafone Stiftung Deutschland (Zuruf von Torsten Renz, CDU) erwarten 54 Prozent der Befragten, dass die Künstliche Intelligenz den Unterricht wesentlich verändert. 57 Prozent, das ist auch spannend, sehen in der Nutzung der Künstlichen Intelligenz stärker eine Gefahr als eine Chance. (René Domke, FDP: Das war beim Taschenrechner auch so.) Die Mehrheit der Befragten wünscht sich, dass KI Teil des Lehrplans wird. 77 Prozent sehen die Lehrkräfte in der Verantwortung, Schülerinnen und Schüler mit so einer Kompetenz auszustatten, dass ihnen ein guter und reflektierter Unterricht im Umgang mit KI ermöglicht wird. (René Domke, FDP: Das macht die verrückte moderne Welt, das ist einfach so.) Welche Möglichkeiten hätten wir sofort? Und da will ich noch mal kurz das aufzählen: Zur schnellen Information können wir unsere Lernplattform itslearning nutzen, es muss Informationen für Lehrer/-innen, aber auch für Erziehungsberechtigte und Schülerinnen und Schüler geben. Das kann man über diese Lernplattform machen. (Unruhe vonseiten der Fraktion der FDP) Onlinefortbildungen sind sofort realisierbar, auch über diese Plattform Handreichungen, also Wandpatcher oder Infobroschüren den Zielgruppen zur Verfügung zu stellen. (René Domke, FDP: Und Tafelwerke.) Auch wenn es in der letzten Debatte von der FDP in diesem Falle belächelt wurde, alle Bundesländer machen es so. Es geht nicht alles digital, es werden auch Handreichungen noch zur Verfügung stehen. (René Domke, FDP: Das sagt doch kein Mensch!) Na, es wurde letztes Mal gesagt. Die Regierungskoalition wird sicherstellen, dass ausreichend Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, um diese Online- und Präsenzfortbildungen zu organisieren und durchzuführen, dass auch die Tools dementsprechend auf der Lernplattform installiert werden und die entsprechenden Handreichungen zur Verfügung stehen. Wir werden noch in den nächsten Monaten – das haben wir heute auch schon mehrfach gehört – intensiv über die Künstliche Intelligenz an Schulen diskutieren. Es wird Schule schneller verändern, als wir uns das vorstellen können und als es in den letzten Jahren der Fall war. Und auch wenn es die AfD nicht gern hört, es wird auch die Inklusion befeuern. Also da sehen wir große Chancen, dass man auch in der Inklusion über die Künstliche Intelligenz und damit Unterricht, auch Förderschüler und so weiter wesentlich besser inkludieren kann als in dem jetzigen Fall. In Deutschland sieht man generell die Anwendung der Künstlichen Intelligenz – ich habe es ja kurz mal gesagt – eher kritisch, in Nordamerika und Asien, muss man so deutlich sagen, tritt der Datenschutz doch mehr in den Hintergrund. Die Forderung nach wissenschaftlicher Begleitung sowie weitere zentrale Punkte, beispielsweise, mit Anbietern von KI-Anwendungen, mit Dienstleistern Vereinbarungen zu treffen, waren in unserem Antrag bereits enthalten und längst umgesetzt oder in Arbeit. Diesen Antrag lehnen wir ab. – Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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