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Enrico Schult

AfD 21.09.2023 Sitzungen 8/64

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Bürger! Ich muss einiges, möchte einige Ausführungen noch zu meiner Rede machen und natürlich zu Ihren Redebeiträgen. (Thomas Krüger, SPD: Jetzt kommen wir endlich zur Klarstellung. Das ist gut!) Die Ministerin sprach es an, dass der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in Mecklenburg-Vorpommern sehr gering ist. Mein Kollege Herr Tadsen – gestern wars in der Aussprache –, der sprach davon, dass auch an einer Schule im Mueßer Holz lediglich vier Kinder, deutsche Kinder noch in der Schule sitzen, was die Großeltern dann tatsächlich auch beunruhigt hat. Und das ist ein Phänomen, was wir ja auch in vielen Brennpunktschulen in Mecklenburg-Vorpommern haben. (Jens-Holger Schneider, AfD: Genau!) Wir haben bestimmte Brennpunktschulen, insbesondere in den Großstädten. Und dass die Leute, dass die Eltern das nicht wünschen, das ist offenkundig, denn die Eltern, ja, stimmen mit den Füßen ab, werte Kollegen, sie schicken ihre Kinder auf Privatschulen – insbesondere ja auch die Ministerpräsidentin tut das auch –, (Zuruf von Dagmar Kaselitz, SPD) oder sie schicken ihre Kinder aufs Gymnasium und versuchen dann, ihre Kinder, wie gesagt, aufs Gymnasium zu hieven, die da offenkundig oder manchmal gar nicht hingehören. (Zuruf von Martina Tegtmeier, SPD) Und das sind aber ja auch Phänomene oder Auswirkungen von der suboptimalen Beschulung an den Regionalschulen, insbesondere in den Brennpunktschulen. Und Herr Butzki sprach von dem gegliederten Schulsystem, das haben Sie so kritisiert. Das hat mich jetzt gewundert, und Sie traten den Vergleich mit der DDR an, Herr Butzki, aber zur Wahrheit gehört ja auch dazu, dass wir in der DDR viel homogenere Klassenverbände hatten. (Heiterkeit und Zuruf von Andreas Butzki, SPD) Und das wissen Sie ja auch, und das wissen Sie ja auch als Lehrer. Und das war, als die Finnen hier waren, und als die Finnen hier waren, da hatten Sie natürlich noch einen Klassenverband, wo denn das funktionierte. Da war die Disziplin anders, da waren Schüler, die nicht mitkamen, die sind tatsächlich auf die Sonderschule gekommen. Ganz wenige sind zur EOS gegangen. (Zuruf von Andreas Butzki, SPD) Und das haben Sie ja heute gar nicht mehr, Herr Butzki, das haben Sie nicht mehr! Und deshalb hinkt der Vergleich auch mit dem Bildungssystem der DDR, weil wir ganz andere Zeiten haben. (Andreas Butzki, SPD: Das stimmt.) Und wenn wir diese Zeiten heute hätten, diese homogene Klassenzusammensetzung, dann würde das auch funktionieren. Aber jetzt funktioniert es nicht. (Beifall Horst Förster, AfD) Sie sprachen Finnland an, 5 Prozent Migrantenanteil in Finnland, Deutschland 26 Prozent, und deshalb funktioniert es in Finnland und in Deutschland funktioniert es nicht. (Beifall Horst Förster, AfD – Torsten Koplin, DIE LINKE: Das ist doch Unsinn!) Genauso ist es halt. (Zurufe von Torsten Koplin, DIE LINKE, und Daniel Seiffert, DIE LINKE) Und zur Bildungsgerechtigkeit ein letztes Wort, Frau Rösler: Wir haben die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland, in Mecklenburg-Vorpommern. Wer was aus sich machen möchte, der kann es in Deutschland tun. Wir haben kein Schulgeld, wir haben Zugang zu den Schulen, man muss es nur wollen, und die Eltern müssen es wollen. Die Eltern müssen es vorleben und müssen sozusagen das Vorbild für die Kinder sein, (Zuruf von Horst Förster, AfD) dann stehen unseren Kindern hier in Mecklenburg-Vorpommern alle Türen offen. Und wir müssen das Geld dafür aufwenden, vernünftige Schulen sozusagen zu bauen und sie mit vernünftig, grundständig ausgebildeten Lehrern auszustatten. Und dann würden wir, wie gesagt, viele Bildungsdefizite, oder würden wir auch bei Vergleichsarbeiten oder Vergleichstests deutlich besser bei wegkommen. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)

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