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Simone Oldenburg

21.09.2023 Sitzungen 8/64

Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin auch Lehrerin, ich bin auch Schulleiterin, ich bin auch Mutter. Das will ich jetzt mal außer Acht lassen, es wurde ja schon genug von den Kindern und von der Tätigkeit erzählt. Dann lasse ich meinen Sohn jetzt mal außen vor und würde erst einmal gerne noch etwas zu Ihnen sagen, Frau Enseleit. Ich bin Frau Rösler sehr dankbar, dass sie noch mal auf den Handlungsleitfaden hingewiesen hat. Es gibt Definitionen. Ich habe auch Ihnen multiprofessionelle Teams vorgestellt in meiner Rede. Ich verstehe wirklich nicht, wie man dann darauf kommt, noch die vorbereitete Rede vorzulesen, obwohl man das anders gehört hat, und jetzt, wenn Frau Rösler Ihnen das gesagt hat, vielleicht doch einmal hinzugucken und da noch so ein bisschen Input zu haben, damit wir vielleicht genau darüber diskutieren, wo es tatsächlich hakt, und nicht Scheindebatten führen, denn Sie bezeichneten es ja sogar als Mogelpackung. Ich denke, bevor man solche Begriffe nutzt, müsste man sich wirklich viel bildungspolitischen Background aneignen, damit man das einordnen kann. Ich finde es fatal, dass wir unsere Zeit jetzt nutzen müssen und Ihnen sagen müssen, wo Sie was finden, was wo steht. Das möchte ich zum einen sagen. Zum Zweiten möchte ich noch mal darauf zurückkommen, dass es ja, wenn wir der AfD Glauben schenken, dass es ja an den Migrantinnen und Migranten in den Schulen liegt, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern in den einzelnen Bildungsberichten, Bildungserhebungen weit hinten liegen. (Horst Förster, AfD: Auch! Auch liegt! – Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE) Da möchte ich einmal sagen – Sie haben ja hier auch zitiert –, da will ich einfach nur mal sagen, das Startchancen-Programm, was ja wirklich seit gestern, das Eckpunktepapier, endverhandelt wurde und ein Meilenstein ist in dem, was jetzt weiter kommt, da würde ich einmal reingucken, und dann sehen Sie, dass Mecklenburg-Vorpommern den geringsten Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Bundesvergleich hat, den geringsten Anteil! Nicht, dass es irgendwo dran liegt, das wäre ja in Ihrer Logik, dass alle Länder, die vor uns liegen, zum Beispiel Hamburg oder auch Schleswig-Holstein, aufgrund der Quote der Migrantinnen und Migranten an den Schulen deshalb genau diese guten Ergebnisse erzielt haben in dem Bildungsvergleich. Also auch hier ist es wichtig, einfach bei der Wahrheit zu bleiben. Mecklenburg-Vorpommern hat den geringsten Anteil von Migrantinnen und Migranten in der Schule. Und das liegt also nicht an dem Anteil von Migrantinnen und Migranten, dass Mecklenburg-Vorpommern abgeschlagen ist, (Zuruf von Nikolaus Kramer, AfD) abgeschlagen in, (Nikolaus Kramer, AfD: Sondern an Ihnen.) abgeschlagen in den einzelnen Bildungsbereichen. Das habe ich Ihnen aber vorher auch schon einmal erklärt. Und wenn man eben viele Stunden haben will, was Sie ja auch gesagt haben, ist das notwendig, ist es richtig. Aber alles, was wir mehr brauchen – weil Sie gesagt haben, es geht nicht um mehr Geld, Herr Schult –, jede Deutschstunde mehr, jede Mathematikstunde mehr, jeder Sozialpädagoge mehr ist genau mehr Geld. Und deswegen geht es um mehr Personen und um mehr Geld und um nichts anderes. Und herzlichen Dank noch mal, Frau Wegner, für die Debatte! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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