Andreas Butzki
Er kann gern eine Kurzintervention machen. Ich lasse mich aber jetzt in dieser Sache hier auch nicht unterbrechen. Also von der Struktur her war es gut. Und wenn wir diese Separierung haben, haben wir die Probleme. Und mehrere parallel laufende Systeme sind auch einfach teurer. Die Kosten haben Sie ja selbst auch angesprochen, und, wie gesagt, das ist ein Riesenproblem. Auf eine Sache will ich noch mal kurz bei Frau Wegner eingehen. Sie sagten, Sie wollen von der Unterrichtszeit befreite Schulleiter haben. Ich sage Ihnen ganz ehrlich, ich war Schulleiter, ich bin jetzt beurlaubt, eigentlich bin ich ja noch Schulleiter, wenn Sie so wollen, und ich bin immer sehr gerne in den Unterricht gegangen. Ich habe auch 13 Stunden Unterrichtsverpflichtung gehabt, obwohl ich für Mecklenburg-Vorpommern im Verhältnis eine große Schule geleitet habe. Und das war für mich auch wichtig. Man hat ein ganz anderes Feeling für die Schüler. Und Sie können mir glauben, dass jeder Schulleiter, in welcher Form und welcher Stundenzahl, auch unterrichten will, der will in die Klassen rein, der will mit den Kindern in Kontakt und auch die Probleme dementsprechend dann auch mitbekommen. So, jetzt noch mal zu diesem ganzen Thema „Multiprofessionelle Teams – Faire Bildungschancen für alle“: Ich muss ganz ehrlich sagen, als ich das das erste Mal gesehen habe, habe ich mich wirklich gefragt: Ist das eine Feststellung? Wollen Sie eine große Debatte anstoßen? Wollen Sie sagen, die Landesregierung macht sehr viel, ist das Rückenwind? Frau Oldenburg hat ja schon gesagt, was wir alles machen. Oder bezwecken Sie andere Sachen? Und ich muss jetzt sagen, aus der Diskussion von der Ministerin, von Ihnen und auch von Herrn Renz denke ich, sind wir alle auf der gleichen Linie, wir brauchen das. Und multiprofessionelle Teams sind in Schulen äußerst wichtig. Und ich habe, wie gesagt, ich habe ja lange Zeit als Schulleiter gearbeitet, und ich persönlich kenne das, dass man multiprofessionelle Teams braucht, und die Schulleitung muss quasi das vorleben. Und das wird auch gemacht. Und ich persönlich kenne auch nur verantwortungsvoll agierende Schulleiterinnen und Schulleiter, die das dementsprechend, dieses Teamleben, auch vorleben. Und es muss auch ganz klare Strukturen an den jeweiligen Schulen geben. Und beispielsweise bei mir an der Schule war es eine Schulkonzeptgruppe, die erarbeitet hat, die mit Kollegen das diskutiert hat und dann dementsprechend in Fachlehrerkonferenzen und Jahrgangskonferenzen das diskutiert hat. Es müssen organisatorische Voraussetzungen geschaffen werden. Wir haben das beispielsweise an der Schule gemacht, dass wir den 5. Klassen einen Extrabereich zugewiesen haben, den 6. Klassen, dann den 7. und 8. und den 9. und 10. Da gab es Lehrer, die möglichst auch in diesen Teams unterrichtet haben, die hatten einen eigenen Beratungsraum, und man hatte Möglichkeiten, langfristige Pläne aufzustellen, aber auch gleichzeitig kurzfristig zu reagieren. Und das ist, denke ich, das Wichtige. Und was ganz wichtig ist für Schulen, ist auch, mit außerschulischen Einrichtungen zusammenzuarbeiten aus den verschiedensten Gründen. Und bei uns in Neustrelitz haben wir beispielsweise super Voraussetzungen. Dieses Programm, was heute noch gar nicht erwähnt wurde, „Verein und Schule“, das ist eine ganz hervorragende Sache. Da wird mit Sport viel zusammengearbeitet. Und ich weiß, dass viele Schulen das nutzen und dass die Gelder da immer auch genau ausgereizt werden. Es gibt eine intensive Zusammenarbeit bei uns zwischen THW, Feuerwehr und DRK. Es gibt regelmäßige Kontakte mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder mit dem Landeszentrum für erneuerbare Energien. Wir haben bei uns das KUNSTHAUS – wir haben heute ja auch schon kurz in der Obleuterunde darüber gesprochen –, eine ganz wichtige Einrichtung, die machen tolle Projekte mit den Schulen zusammen. Und wir haben das ja auch irgendwie dann auch noch in der Thematik, wenn wir im Haushalt sprechen. Wir haben das Kulturquartier, was viele Sachen bringt. Bei uns in Neustrelitz haben wir das Slawendorf und auch den Tiergarten, da gibts das „Grüne Klassenzimmer“, und es gibt die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit dem Theater, der Tanzkompanie und auch mit der Musikschule. (Harry Glawe, CDU: Gibts ja gar nicht mehr.)
