Simone Oldenburg
Da antworte ich sehr gerne drauf. Dass Kinder die Kompetenzen nicht mehr in dem Maße erwerben wie noch vor 15 oder 20 Jahren, dass wir also immer ungefähr ein Viertel der Schülerinnen und Schüler haben, die unter den Mindeststandards unterwegs sind, das hat vielfältige Ursachen, und das liegt auch in Jahrzehnten zurück bedingt – an veränderten Stundenzuweisungen, an veränderten, überhaupt komplexen Sachen der einzelnen Regierungen, ob Bund oder Land, das will ich überhaupt nicht sagen. Ein Ergebnis ist nicht Resultat von gestern und vorgestern. Wenn heute Kinder eben die Möglichkeit haben oder sie werden getestet, und ihre Tests sind nicht gut, und sie sind in der 8. oder in der 9. Klasse, dann liegt dieses Ergebnis in vielen, vielen Jahren Schulbildung, da drin begründet. So etwas kommt nicht von heute auf morgen, genauso, wie ein Erfolg nicht von heute auf morgen kommt, sondern ein Erfolg ist auch Ergebnis einer jahrelangen Arbeit, und Misserfolg auch. Und deswegen muss man ändern, da haben Sie komplett recht. Deswegen ändern wir die Stundenzuweisung, deswegen fangen wir mit mehr Mathematik- und Deutschunterricht an, deswegen haben wir 120 Alltagshilfen eingestellt und verdoppeln die Anzahl, deshalb haben wir über 700 unterstützende pädagogische Fachkräfte und, und, und. Genau das ist es, weil das Stück für Stück multiprofessionell zusammengesetzt werden muss, aber es müssen Bedingungen insgesamt geändert werden, gesellschaftliche Bedingungen, aber auch grundlegende Bedingungen in der Bildung. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE)
