Christian Albrecht
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte mich zunächst für die ja doch im Großen und Ganzen sehr konstruktive, gute Debatte bedanken. (Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) Hier haben ja die unterschiedlichen Redner und Rednerinnen unterschiedliche Facetten, Aspekte, Anwendungsmöglichkeiten reingebracht. Ich glaube, wir haben einen relativ guten Überblick bekommen, was möglich ist und wo auch Gefahren liegen, und haben ja im Großen und Ganzen – so habe ich das wahrgenommen – hier eine Übereinkunft, dass das Thema wichtig ist und es gut ist, hier was zu machen. Ich möchte vielleicht noch mal mit Herrn Renz einsteigen. Sie haben einen Änderungsantrag vorgelegt, der hier eine Präzisierung vornimmt, also ein Best-Practice-Beispiel dann aus NRW. Das ist gut. Der Antrag kam ja relativ kurzfristig. Ich habe mir dieses Konzept auch mal angeschaut aus NRW, kann jetzt in der Kürze der Zeit nicht einschätzen, ob das der Goldstandard ist. Aber ich interpretiere Ihren Antrag jetzt auch nicht so, dass man sich sklavisch daran abarbeiten soll, sondern das ist, das legen wir hin, gucken uns das an und haben ja immer noch die Beinfreiheit, um da was zu machen. Auch der Vorschlag, auf der Ebene der Kultusministerkonferenz zu einheitlichen Regelungen zu kommen, ist sicherlich sinnvoll. Auch dem können wir folgen. Mein Kollege Herr Butzki hat ja schon was gesagt. Ein bisschen schwer tun wir uns mit der Zeitschiene, Anfang des neuen Schuljahres. Ich habe noch mal mit Herrn Scheidung, dem Staatssekretär, gesprochen, gefragt, ist das überhaupt ein realistisches Zeitfenster. Der meinte nach Rücksprache mit der Fachebene, dass das wahrscheinlich sehr sportlich wird, dass das Thema, also die Zeit nicht ganz gehalten werden kann. Und da hätte ich etwas Sorge, dass, wenn wir das so beschließen, Sie dann – dann auf der Grundlage zu Recht dann – hier stünden zum neuen Schuljahr und sagen, ja, wo bleibt das denn. (Zuruf von Torsten Renz, CDU) Also noch mal, weil ich kann ja keinen Änderungsantrag zu Ihrem Änderungsantrag machen, deswegen noch mal dafür werben, dass Sie das vielleicht etwas freier gestalten, diese Zeitschiene. Und dann können wir dem Änderungsantrag zustimmen. Ansonsten würden wir das nicht machen. Aber ich glaube, da kommen wir, (Torsten Renz, CDU: Jawoll.) oder hoffe ich, zusammen. Ja, noch mal zu den, na, ich will nicht sagen jetzt Vorwürfen, aber zu den Bemerkungen, dass wir ein bisschen spät dran sind. Also das finde ich dann auch spannend. Wir sitzen da, werden hier proaktiv tätig, das Ministerium kümmert sich, wir machen so einen Antrag, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Nee, wir haben da gesessen.) und sich dann hinzustellen und zu sagen, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) na ja, kommt alles spät, die anderen sind viel weiter, da gibt es das, das, das und das, auch da kann ich mich nur Herrn Butzki anschließen, hätte man ja selber mal einen Antrag stellen können. Dasselbe gilt für Frau Enseleit. Wenn Ihnen da Tausend Sachen irgendwie fehlen, hätten Sie ja auch einen Änderungsantrag stellen können. Und dass wir ja bereit sind, auch Änderungsanträge dann anzunehmen, (Zuruf von Sabine Enseleit, FDP) glaube ich, das haben wir ja gerade einmal gebracht. Daher haben Sie sich dann jetzt dafür entschieden, zu sagen, ja, na gut, das Thema Digitalisierung, das gehört uns, da gönnen wir den anderen nichts. Also da hätte ich mir einen konstruktiveren Ansatz gewünscht, was ja auch da deutlich wird, dass Sie eine Handreichung – also eine Handreichung kann man auch als PDF rausgeben. Das ist halt ein Begriff, eine Handreichung. So, das ist ja jetzt nicht so, dass wir da überall hingehen und jedem einen Ordner hinlegen, sondern das kann man auch durchaus digital machen und das wird auch auf beiden Wegen funktionieren. Und ich finde, da hat Frau Wegner einen deutlich produktiveren und freundlicheren Ansatz gehabt im Umgang mit dieser Antragsinitiative, möchte ich mich auch noch mal bedanken. Sie haben auch noch mal den Punkt Ausbildung deutlich angesprochen. Das hatte ich ja zum Ausgang meiner Rede auch noch mal zumindest angerissen. Das finde ich total sinnvoll, das zu machen. Aber wie gesagt, spielt – Stand heute – jetzt in dem Antrag keine Rolle und wir müssen mal gucken, wo wir das dann einfließen lassen. Lehrerbildungsreform steht ja eh an, wo das dann einfließen kann. Letztendlich hat das ja, würde ich denken, drei Dimensionen, der Umgang mit KI. Wir haben ja jetzt zum einen das Lernen mit KI, das Lernen über KI – also wie gehe ich damit um, was sind da die Chancen, die Risiken – und am Ende das Lehren mit KI. Und das muss sich dann früher oder später irgendwo auch in der Lehrerbildung abbilden. Ja, das ist im Wesentlichen das, was ich dazu sagen kann. Also ich habe hier eine hohe Einhelligkeit festgestellt. Wir haben den Antrag ja bewusst auch offen formuliert. Das ist ja auch so, das ist ein Thema mit einer hohen Volatilität, wo das, was wir heute beschließen, wahrscheinlich morgen schon nicht mehr wahr ist. Deswegen etwas allgemeiner gefasst, um da auch flexibel darauf reagieren zu können. Deswegen steht auch das eine oder andere, was man sicherlich hätte konkreter formulieren können, nicht so konkret drin. Und entsprechend, habe ich ja schon gesagt, ist das ein Aufschlag. Wir werden fortlaufend daran arbeiten, und ich denke, wir können das ja alle miteinander hier konstruktiv machen. Also an der Stelle vielen Dank! Ich gucke jetzt, ob da noch mal ein geänderter Änderungsantrag reinkommt, dann würden wir dem zustimmen. Und ja, vielen Dank für die Debatte und vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
