Torsten Renz
Selbstverständlich! Sehr geehrter Herr Terpe, Sie haben jetzt von erfahrenen Politikern gesprochen. Sie gehören dazu. Sie haben die Gunst der Stunde genutzt und sich mehr Redezeit erkauft, indem Sie die Vision Ihres Antrages jetzt etwas ausführlicher dargestellt haben. Insofern will ich Ihnen sagen, wir haben auch schon, ich weiß es nicht, vor 15, vor 20 Jahren in etwa, diskutiert, wie Schule von morgen aussehen kann. Wir haben im Laufe der Legislaturperioden das Thema „Selbstständige Schule“ auf den Weg gebracht, um eine gewisse Flexibilität auch zu erreichen. Das war schon mal eine neue Vision, aber immer wieder gab es natürlich das Problem Personal, Finanzierung et cetera. Und wir haben auch in diesem gesamten Prozess, von dem ich spreche, andere Herausforderungen diskutiert, nämlich zum Beispiel andere europäische Länder, die Personal und die Trägerschaft der Schule in einer Hand haben, im skandinavischen Bereich, wenn ich mich noch recht entsinne. Und das sind ja alles Faktoren, die die Lage sehr kompliziert gestalten, a) mit der Länderhoheit, b) mit der Trägerschaft, allein die unterschiedlichen Schularten, ob beim Landkreis, ob bei der Stadt, Personalhoheit, Finanzierung beim Land und so weiter und so fort. Insofern diesen gesamten Komplex, an dem ich schon vor 15 Jahren mitgewirkt habe und diskutiert habe, den weiterzuentwickeln als Vision, deswegen werden wir diesen Antrag von Ihnen auch nicht ablehnen, sondern uns enthalten, (Heiterkeit bei Andreas Butzki, SPD) weil das Problem ist tatsächlich, das ist so komplex, ich habe es ja angedeutet, ich bin gerne bereit mitzuarbeiten und einer gemeinsamen Lösung entgegenzugehen, aber in Form dieses Antrages, so, wie er formuliert ist, kann ich mir das einfach nicht vorstellen. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU – Zuruf von Andreas Butzki, SPD)
