Hannes Damm
Auch, wenn die Importmenge mangels konkreter Perspektive noch nicht klar ist, kann man zum Vergleich das in Planung befindliche Grüngasterminal in Wilhelmshaven heranziehen, das im Endausbau 25 Gigawatt haben soll. Man sieht vielleicht, worauf ich hinaus möchte. Mit der Realisierung eines Wasserstoff-Importterminals in Mukran und der Bornholm-Pipeline zusammen droht die Onshorekapazität bisher geplanter Wasserstoffpipelines ab Lubmin völlig ausgelastet zu werden. Gleichzeitig möchte die Landesregierung nicht länger nur Gasdurchleitungsland sein und eine substanzielle Wasserstoffwirtschaft mit bis zu fünf Gigawatt Produktionskapazität in M-V aufbauen. Wir begrüßen dieses Ziel ausdrücklich und sehen große Wertschöpfungschancen für die Industrie, die sich bereits im Industriegebiet Lubmin ansiedelt – gute Industriearbeitsplätze, günstigen MV-Wasserstoff, Abwärmenutzungen und Steuereinnahmen. Fraglich ist, ob die heimische Wasserstoffproduktion mit dem Importwasserstoff um Leitungskapazitäten konkurrieren kann und sollte. Sicher werden die geplanten Mengen nicht direkt in M-V verbraucht werden – fünf Gigawatt. Ich frage Sie daher, ob dies bei der Positionierung zum Wasserstoffstandort Mukran berücksichtigt wurde und ob aus Sicht der Landesregierung bei der Umsetzung noch genügend freie Leitungen für MV-Wasserstoff übrig bleiben, also der Umsetzung von Mukran. Wurde das von der Regierung mal durchgerechnet?
