Nikolaus Kramer
Wie ich es in meinem Redebeitrag schon erwähnte, der Vergleich zwingt sich auf. (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Das verbietet sich einfach.) Und Sie sind ja sehr großzügig, indem Sie mir Interpretationsmöglichkeiten jetzt auch zulassen, aber es ist schon wirklich frech, wenn Sie hier sagten, AfD-Politiker haben keine Repressionen zu erwarten oder sind keinen Repressionen ausgesetzt. (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Dann sagen Sie das!) Natürlich kann man das nicht mit Panzern und Schießbefehlen vergleichen, (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Welche denn?) aber es gibt Mitglieder meiner Partei, die nicht mal in herausragenden Stellungen sind, denen die Waffen abgenommen werden, einfach, weil sie Mitglied der Jungen Alternative sind, (Torsten Koplin, DIE LINKE: Da wird es ja Gründe geben.) denen die Jagdberechtigung entzogen wird, (Torsten Koplin, DIE LINKE: Da wird es ja Gründe geben.) weil sie Mitglied der Jungen Alternative sind, (Michael Noetzel, DIE LINKE: Auf wen wollen die denn schießen?) ohne eine konkrete Einzelfallprüfung. Es gibt Parteikollegen von mir, denen werden die Waffen abgenommen, weil sie einen Beitrag von mir mit einem „Gefällt mir“ markiert haben. (Julian Barlen, SPD: Ja, genau.) Da entblödet sich doch dieser Staat. (Julian Barlen, SPD: Das ist doch absoluter Unsinn.) Das ist doch völlig lächerlich, meine Damen und Herren. Und wir wären keinen Repressionen ausgesetzt?! Ich bitte Sie! (Glocke der Vizepräsidentin) Tagtäglich werden unsere Wahlkreisbüros angegriffen, tagtäglich werden Mitglieder meiner Partei, werden Abgeordnete, werden politisch exponierte Personen angegriffen und zusammengeschlagen, und Sie sagen, wir sind keinen Repressionen ausgesetzt?! Wo kommt denn das her? (Julian Barlen, SPD: Vom Staat oder von wem?) Das macht nicht der Staat, nein, (Unruhe vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) aber das kommt durch diesen ideologisierten Wokismus, (Glocke der Vizepräsidentin) meine Damen und Herren, (Glocke der Vizepräsidentin – Zuruf von Philipp da Cunha, SPD) den Sie hier an allen Orten zu jedem Tag befördern. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD – Julian Barlen, SPD: Wie bitte?) Sie, dieses Verhalten, meine Damen und Herren, (Julian Barlen, SPD: Frau Präsidentin!) und genau Ihr Redebeitrag (Julian Barlen, SPD: Da müssen Sie mal einschreiten!) stellt eine Gefahr für die Demokratie dar. (allgemeine Unruhe – Zuruf aus dem Plenum: Hurra!) Danke! (Julian Barlen, SPD: Der Ball liegt übrigens immer noch.) Nee, der ist verwandelt, Herr Barlen! (Zuruf von Jeannine Rösler, DIE LINKE)
