Torsten Renz
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Rösler, Kompliment, Sie haben versucht, sich mit unseren Inhalten auseinanderzusetzen, ganz anders der Redner der SPD. Da will ich ganz einfach feststellen, diese SPD hat die Bildungspolitik (Rainer Albrecht, SPD: Na, na, na, na!) in diesem Land in den letzten zehn Jahren gegen die Wand gefahren. (Marc Reinhardt, CDU: Jawoll!) Und dann stellt sich, (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU, FDP und Jutta Wegner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) dann stellt sich der Vertreter der SPD hier hin und hält eine Rede zum Weltfrieden, wo er alles erzählt, was er in den letzten Jahren mal gehört hat, und keine Punkte, wie er die Zukunft der Bildungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern gestalten will. (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP – Sebastian Ehlers, CDU: Sehr richtig!) Meine sehr geehrten Damen und Herren, und wenn Sie dann von Ihrem Antrag sprechen, der so toll ist, dann will ich auch mal auf Punkt 1 noch mal wirklich kurz eingehen. Man kommt ja nicht zum Fragen, man hat zu wenig Zeit, Sie wollen ja auch keine politische Diskussion. Es wäre doch mal schön gewesen, wenn Sie Ihre Willkommenswoche hier mal erklären. Bisher sieht der Lehrplan Klasse 1 vor eine Begrüßungswoche. Da steht drin: Begrüßungswoche, Feststellung von Lernstand und Entwicklungsverlauf. Das Ding haben Sie jetzt umbenannt, das haben Sie umbenannt als „Willkommenswoche“, und da empfehlen Sie, Sie empfehlen, haben Sie ja schriftlich mitgeteilt, es soll den Erstklässlern die Möglichkeit gegeben werden, anzukommen und behutsam die Schule und den Schulalltag kennenzulernen. Pädagogisch steht die Ausgestaltung den Schulleitungen frei. Es wird „empfohlen“ – hört, hört! –, in diesem Rahmen eine Erfassung der Lernausgangslage zu integrieren. Das wird also empfohlen. Vorher gab es eine Begrüßungswoche, da stand drin, das soll gemacht werden. Was da der große Erfolg ist, das können Sie ja vielleicht – Sie haben ja noch Redezeit – noch mal zusätzlich hier erläutern. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Abschwung.) Und der Vorwurf kam auch, ich weiß jetzt nicht, von der FDP oder von den GRÜNEN, das ist mir auch die Sache wert, noch mal aufzurufen, insbesondere in Richtung der LINKEN, Sie schreiben ja eine Begründung dort hinten ran, entweder hat das jemand irgendwie zusammenkopiert aus, natürlich auch aus dem Bildungsbereich, das ist klar, (Heiterkeit bei Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) aber ob das jetzt mit dem Antrag da was zu tun hat, das weiß ich nicht. Sie schreiben jedenfalls richtigerweise in der Begründung die differenzierte Lage auf, die differenzierte Lage, nämlich geringes Einkommen, niedriger Bildungsstand, geringer sozialökonomischer Status und Familiensprache Deutsch nicht vorhanden. Das schreiben Sie alles auf. (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Ja.) Aber wo sind denn Ihre differenzierten Lösungsansätze für die Zukunft? Das ist doch Politik mit der Gießkanne, was Sie hier machen! Und ich wiederhole es, das, was Sie machen, ist unkonkret. Sie sagen weder, wann die Stunden kommen, wie sie kommen sollen. Das ist einfach nur abzulehnen. Ich stelle fest, Sie verweigern sich einer politischen inhaltlichen Debatte. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP)
