Jutta Wegner
Ja, selbstverständlich und gern. Herr Schult, natürlich gibt es ein Konzept von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN zur Bildungspolitik. Dass wir noch nicht mit Anträgen hier im Landtag sind, sollte Sie nicht verunsichern, die werden schon noch kommen. Und Sie haben gefragt, wie wir uns Bildungspolitik vorstellen. Ich habe es, glaube ich, eben leicht angerissen und auch in der letzten Debattenrunde schon angerissen, für mich ist Schule der Zukunft nicht Schule mit dem Lehrer frontal vor der Klasse, der bestimmt. Ich weiß auch, dass das nicht in allen Schulen – längst schon nicht mehr – so ist, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Aber nicht nackt auf dem Boden, ne?!) aber für mich geht es darum, Kinder mit den Kompetenzen auszustatten in der Schule, die sie für ihr künftiges Leben brauchen. Dazu gehört natürlich Schreiben, Lesen, Rechnen, weil nur so all das erlernbar und erfahrbar ist, was sie dann künftig brauchen, um sich weiterzuentwickeln. Das können sie aber nur, und gerade im Grundschulbereich können sie das ganz besonders nur in ihrem eigenen Tempo und wenn Sie besonders gefördert werden, und deshalb multiprofessionelle Teams in den Schulen, um die Lehrkräfte zu entlasten und mit ihnen zusammen dann ein Schulleben zu gestalten, das sie tatsächlich dort abholt, wo sie sind, und dort hinführt, wo sie am Ende auch sein müssen. Wenn Sie mit uns in Waren gewesen wären im Regionalen Bildungszentrum oder sich eine Schule mal angucken würden, die genau das schon praktiziert, dann wüssten Sie, was ich meine. Genau das funktioniert und das weckt die Kreativität von Kindern und bringt sie so weit, dass sie selbst am Ende der 4. Klasse noch sagen: He, Schule ist toll! Sechs Wochen Sommerferien will ich gar nicht haben. Wann geht es denn endlich wieder los? (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
