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Christian Pegel

11.05.2023 Sitzungen 8/52

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! In der Tat hat man 2016 sich mit dem polizeiärztlichen Dienst auf den Weg gemacht, das mal konzeptionell zu fassen und ein bisschen aus der kleinen Gruppierung und aus der vielleicht Zufälligkeit herauszunehmen, ob einzelne Beteiligte oder Betroffene nach besonderen Einsatzsituationen in ähnlichen Weisen diese Hilfe suchen. Das hat dazu geführt, dass wir Mitte 2022 daraus einen Erlass gezogen haben, der für gewisse berufliche Tätigkeiten alle Vierteljahre verpflichtend vorsieht, an einer Supervision teilzunehmen, für andere Beteiligte das optional öffnet. Ich sage mal, ein bisschen in den groben Überschriften besondere Einsatzlagen, aber insbesondere kinderpornografische Tätigkeiten oder Tätigkeiten mit kinderpornografischen Straftaten, genauso aber auch mit Tötungsdelikten in verschiedenen Beritten, die Menschen ganz besonders erfassen, gibt es diese Verpflichtungen. Wir sehen, dass wir auf dem Weg dahin mit Sicherheit noch einen längeren Prozess haben, diese Verpflichtung auch in die Herzen zu bringen. Um mal ein Gefühl zu geben: Wir hatten im vergangenen Jahr knapp 40.000 Euro zur Verfügung, die wir für Supervision hätten einsetzen dürfen. Davon sind 11.000 Euro in eine besondere Behörde gegangen, die davon knapp 1.000 Euro zum Einsatz bringen konnte. Das hat was mit Personal auf der Seite derer, die anbieten, aber viel stärker etwas mit der Akzeptanz auf der Seite derer, denen wir ein Angebot machen, zu tun. Und für dieses Angebot jetzt Stück für Stück zu werben, wird die Aufgabe sein. In den aktuellen Haushaltsverhandlungen ist der Betrag, für den wir werben, deutlich größer als 40.000 Euro: 75.000 Euro. Aber wir sehen, dass wir momentan in den Haushaltsverhandlungen keinen ganz einfachen Stand haben, wenn wir die 40.000 Euro nur zu einem sehr kleinen Teil abdecken konnten. Wir haben also eine Aufgabe, vorgesetzte Führungskräfte, aber auch die Beteiligten selbst ein Stück weit dafür zu werben, für diese Gesundheitsvorsorge, die da drinsteckt, das einfache Abholen auch in einem Moment, wo ich mich vielleicht noch gut fühle, dafür aber Sorge trägt, dass ich sehr langfristig gesund erhalten bleibe. Deshalb ist es jetzt eine Frage, wie wir in den Köpfen Schritt für Schritt umswitchen müssen. Dann wird uns die Personalfrage aber deutlich herausfordern. Bislang gelingt uns das – Klammer auf, leider, Klammer zu: noch –, weil die Nachfrage geringer ist als erhofft. Hoffentlich – und jetzt streiche ich das „leider“ wieder durch – finden wir dann trotzdem in Zukunft genug Personal. Ich bin guter Dinge, dass das hochlaufen wird.

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