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Dr. Till Backhaus

11.05.2023 Sitzungen 8/52

Also grundsätzlich … Frau Präsidentin! … ist es so, wir haben das Bundesnaturschutzgesetz geändert, und danach ist es so, dass Wölfe mehrfach … So steht es drin, und nicht, dass das Bayern macht bei einmaligem Riss. Hat jetzt nämlich gerade stattgefunden, bin gespannt, was das jetzt wird. Ich will Folgendes noch mal festhalten: Im Bundesnaturschutzgesetz ist eindeutig geregelt, ein Wolf muss mehrfach Nutztiere angegriffen haben, und dann besteht die Möglichkeit mit guter Dokumentation, auch das machen wir sehr, sehr intensiv mit unserem Wolfsmanagement in Mecklenburg-Vorpommern, dass dann tatsächlich Einzelwölfe und, wenn das gegebenenfalls auf das gesamte Rudel zutrifft, dann auch das gesamte Rudel entnommen werden kann. Das hat im Übrigen auch die Bundesumweltministerin erklärt und auch die anerkannten Naturschutzverbände sehen das so. Dass das eine hochkomplexe und komplizierte Materie ist, den Spruch will ich nicht noch mal loslassen. Der Wolf ist hochgradig schlau, und er kann heute hier sein – wir haben ja im Übrigen auch mehrere Wölfe besendert aktuell, (Zuruf von David Wulff, FDP) auch das kann ich gern im Ausschuss noch mal vorstellen –, der ist in der Lage, 75 Kilometer in der Nacht zurückzulegen, oder er wechselt dann eben auch die Region von Brandenburg nach Mecklenburg-Vorpommern und andersrum oder nach Niedersachsen oder manche tauchen auch gar nicht wieder auf. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Entweder leben sie nicht mehr oder sie sind auf der Wolfsroute unterwegs. Das nehme ich zur Kenntnis. Insofern ist mir daran gelegen, dieses Thema wirklich in einer sachlich fundierten Form umzusetzen. Und ich will abschließend hier auch noch mal ausdrücklich sagen, die Sorge, die ich natürlich auch hatte. Am 19.04, 19.04. um 18.26 Uhr bin ich darüber informiert worden, dass es einen vermeintlichen Angriff eines Wolfes auf einen Menschen gegeben haben soll. Ich sage hier in aller Klarheit, auch, was in den sozialen Medien eine Rolle gespielt hat: Es ist schlicht und ergreifend alles unwahr. Es ist bewiesen, es war ein Hund. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Und diejenigen, die das verbreitet haben – wir wissen ja zum Glück, wer es war –, die werden sich dazu zu verantworten haben. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD)

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