Dr. Till Backhaus
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Damm! Also grundsätzlich bedauere ich natürlich, dass es hier zu einer Zwangsversteigerung gekommen ist, denn wir selber haben natürlich intensiv um das sogenannte Nationale Naturerbe gekämpft, und ich bin im Übrigen sehr froh darüber, dass unter sozialdemokratischer Führung dieses Nationale Naturerbe entstanden ist. Das sind ja Flächen im Übrigen der BVVG, die dann nicht privatisiert worden sind, sondern in das Nationale Naturerbe übergegangen sind. Und insgesamt sind, wenn mich nicht alles täuscht – und jetzt kommt ja noch mal eine Tranche –, sind es fast 200.000 Hektar, die für den Naturschutz, für den Artenschutz, für Klimaschutz bereitgestellt worden sind. In diesem Fall – und da gebe ich Ihnen recht – ist es zu dieser, leider zu dieser Zwangsversteigerung gekommen. Es handelt sich hier insgesamt um, Bruttofläche, 40 Hektar, davon sind 21 in gemeinschaftlichem Eigentum gewesen, und das ist jetzt unser Problem. Punkt 1: Ich werde mich im Übrigen an die Bundesumweltministerin wenden mit der dringenden Bitte, zu prüfen, warum der Status, aus meiner Sicht ist ja zu hinterfragen, warum der Status, nur, weil es eine Zwangsversteigerung gegeben hat, warum dieser Status verloren geht. Ich halte es nach wie vor für richtig und wichtig, dass dieser Status erhalten bleibt, weil hier geht es ja darum, Natur sein zu lassen. Und die Succow Stiftung hat ja auch dort wirklich eine hervorragende Arbeit geleistet. Nicht umsonst hat sich der Schreiadler, unser Wappentier, dort wieder angesiedelt. Das ist ein großer Erfolg, ich will das ausdrücklich sagen. Und wir haben auch in anderen Projekten im Nationalen Naturerbe, wo auch Landesflächen im Übrigen ja mit integriert worden sind, große Erfolge. Und dann zu Ihrer konkreten Frage: Selbstverständlich, wir sind in Kontakt mit dem Flächeneigentümer, weil am Ende im Übrigen die Horstschutzzone erhalten bleiben muss. Das ist eine streng geschützte Art. Im Übrigen sind wir darauf stolz, dass Mecklenburg-Vorpommern das Adlerland in Deutschland ist. Das wird oftmals gar nicht so wahrgenommen. Aber vom Schreiadler angefangen, wir sind Alleinstellungsmerkmal, haben eine ganz hohe Verantwortung, und die Horstschutzzone ist auf jeden Fall zu erhalten. Mein innigster Wunsch wäre, dass wir eine Lösung mit dem Eigentümer und mit der Stiftung finden, dass dieser wunderbare Wald, der in der Nullnutzung war, dass dieser Prozess fortgeführt wird und der Schreiadler seine Perspektive hat.
