Bettina Martin
Das machen wir hinterher als Intervention. Das ZPP ist Teil der psychotherapeutischen Ausbildung im Land. Ab dem kommenden Semester wird dort auch der Masterstudiengang angeboten werden können. Aber klar ist natürlich auch, dieses ZPP kann natürlich keinesfalls den gesamten Mehrbedarf, der auftritt, an psychosozialer Betreuung auffangen. Das wäre nicht leistbar, aber das ist auch sachlich überhaupt nicht angemessen. Sehr geehrte Damen und Herren, gerade Probleme, die unmittelbar mit dem Studium zusammenhängen, gehören in erster Linie in die Studienberatung der Hochschulen und sollten dort auch bearbeitet werden, bevor sie therapeutisch oder sogar medizinisch relevant werden. Die Hochschulen haben bereits ihre Schlüsse aus der schon erwähnten Studierendenbefragung zur psychischen Gefährdungsbeurteilung gezogen und haben das studentische Gesundheitsmanagement in den Fokus gerückt. An der Uni Rostock beispielsweise spielen dabei psychische Aspekte in den zurückliegenden Semestern eine besonders große Rolle. Mitarbeitende können hier auch zu dem Thema „psychische Gesundheit“ geschult werden. Auch an der Hochschule Neubrandenburg wird die psychische Gesundheit und mentale Stärkung Studierender im studentischen Gesundheitsmanagement berücksichtigt, begleitet von Beratungs- und Unterstützungsangeboten der Hochschule und von Partnern. Doch nun auch zu den Studierendenwerken Rostock, Wismar und Greifswald, die mit ihren psychosozialen Beratungsstellen im Land die Hauptakteure der psychosozialen Beratung und Hilfe von Studierenden sind: Sie haben dem Ministerium bereits sehr deutlich ihren gewachsenen Bedarf angezeigt. Das wird selbstverständlich auch Thema in den anstehenden Haushaltsverhandlungen sein. Diese laufen jetzt gerade erst an und das wird ja dann auch sehr bald hier das Hohe Haus erreichen, dieses Thema. Aber, sehr geehrte Damen und Herren von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN und von FDP, diese Haushaltsverhandlungen werden wir ja noch führen. Insofern ist das jetzt nicht der Ort hier heute, sondern dann zu gegebener Zeit, (Zuruf von René Domke, FDP) und da, bin ich mir ganz sicher, wird das Thema „psychosoziale Beratung der Studierendenwerke“ eine ganz gewichtige Rolle spielen. – Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
