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Stefanie Drese

24.03.2023 Sitzungen 8/50

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Beginnen möchte ich heute mit einem Dank in die Richtung der CDU-Fraktion für das Einbringen des Antrags zu einem immanent wichtigen Thema, denn er bietet die Gelegenheit, über die Entwicklung des Landesprogramms „MV kann schwimmen“ zu sprechen. Und er erlaubt es mir auch, Ihnen die bereits bestehenden Planungen für dieses Jahr vorzustellen. Damit hätten Sie diesen Antrag zu keiner besseren Zeit vorbringen können. (Beifall Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Lassen Sie uns aber von vorne anfangen! Der Landtag hat in einem interfraktionellen Antrag im Jahr 2020 das Programm „MV kann schwimmen“ initiiert. Das Ziel war und ist es, Grundschulkinder beim Schwimmenlernen zu unterstützen durch zusätzliche Angebote der schwimmsporttreibenden Verbände in den schulfreien Zeiten, die bewusst keine finanzielle Eigenbeteiligung der Eltern erfordern. So wollte das Land dazu beitragen, dass die in der Corona-Zeit entstandenen Lerndefizite umfassend und vor allem frühzeitig wieder ausgeglichen werden können, denn die coronabedingten Aussetzungen von Schwimmtraining und Schwimmkursen in den Vereinen, aber auch die zeitweisen Schließungen von Schwimmsportstätten und -schulen haben ihre Spuren hinterlassen. Sie führten dazu, dass ein erheblicher Teil der Grundschülerinnen und Grundschüler keine oder nur eingeschränkte Schwimmfertigkeiten erwerben konnte und der Anteil der nicht sicher schwimmenden Kinder in Mecklenburg-Vorpommern stieg. Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, dieser Problematik haben sich in der neuen Legislaturperiode die beiden zuständigen Ministerien, das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport und das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung, gemeinsam angenommen und haben verschiedene Investitionsmaßnahmen entwickelt. Dazu gehört auch das Landesprogramm „MV kann schwimmen“, das seither unter der Federführung meines Hauses erfolgreich durchgeführt wird. Und als einen Erfolg, sehr geehrte Damen und Herren, kann man das Projekt zu Recht bezeichnen. So hat sich die Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bisher fast verdoppelt. Profitierten im Jahr 2020 ursprünglich 950 Kinder vom Landesprogramm, so waren es letztes Jahr bereits 1.860. Auch die Anzahl der angebotenen Kurse stieg von 140 im Jahr 2020 auf 260 im Jahr 2022. Nun wissen Sie genauso gut wie ich, dass Zahlen nicht immer das Maß aller Dinge sind, aber auch qualitativ lässt sich eine positive Bilanz ziehen. So gut wie alle teilnehmenden Kinder, denen vor Kursbeginn durch die Fachlehrkraft ihrer Schule keine bis schlechte Schwimmfähigkeiten attestiert worden sind, beendeten ihren Schwimmkurs erfolgreich. Sicher ist dies auch ein Qualitätszeichen unserer Anbieter und Vereine im Land, die diese zusätzlichen Kurse in der unterrichtsfreien Zeit, also in den Ferien, an den Wochenenden und Nachmittagen für unsere Grundschülerinnen und Grundschüler im Land gewährleisten, darunter die Vereine im Schwimm-Verband Mecklenburg-Vorpommern, der DLRG Landesverband M-V, der Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband M-V, die Wasserwacht des DRK-Landesverbandes und unsere Städte und Gemeinden. Dahinter stehen wiederum viele engagierte Menschen, die zu einem großen Teil ehrenamtlich tätig sind. Für ihre engagierte Arbeit, ohne die das Landesprogramm nicht bestehen könnte, möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Sehr geehrte Abgeordnete, wie Sie sehen, handelt es sich bei dem Programm „MV kann schwimmen“ um ein gut geeignetes und erfolgreiches Mittel, um unsere Kinder zu sicheren Schwimmerinnen und Schwimmern zu machen und um noch bestehende Lücken in der Schwimmkompetenz auch wirklich zu schließen. Es freut mich daher, mitteilen zu können, dass für die Weiterführung des Programms im Jahr 2023 eine Finanzierung aus Mitteln des MV-Schutzfonds in Höhe von 200.000 Euro vorgesehen ist. Dem entsprechenden Antrag des Sozialministeriums wurde durch den Lenkungsausschuss auch bereits zugestimmt, und nicht nur im Zusammenhang mit dem Antrag, sondern, Sie wissen, Herr Kollege Glawe, wie lange auch so eine Beratung im Lenkungsausschuss dauert. Das war ein schöner Zufall. Das sind gute Nachrichten in zweierlei Hinsicht. So ist die Finanzierung nicht nur weiterhin gewährleistet, sondern wird künftig auch aus der bisher doch eher komplexen und vor allem wechselhaften Finanzierung herausgelöst, aber auch über die Sicherstellung der Finanzierung hinaus sind wir bereits aktiv oder für die Sicherstellung. Es wird Sie freuen zu hören, dass wir noch in diesem Monat Gespräche zur konkreten Umsetzung der zusätzlichen Schwimmkurse mit den Vereinen und Verbänden führen werden. Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ich freue mich – und das meine ich sehr ehrlich –, dass auch die Oppositionsfraktionen und hier vor allem die CDU-Fraktion das Landesprogramm stets unterstützt und mit vorangetrieben haben. Diese Unterstützung wünsche ich mir auch für die kommenden Jahre und nehme sie natürlich selbstverständlich gern an, um das Programm „Mecklenburg-Vorpommern kann schwimmen“ mit einer soliden Finanzierung auch zukunftsfest zu etablieren. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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