Simone Oldenburg
Nein. Sehr geehrte Damen und Herren, selbstverständlich brauchen Kinder und Jugendliche neben dem gemeinsamen Unterricht zusätzliche Unterstützung, ob es in Form von einzelnen Personen ist oder eben durch weitere Lerngruppen. Und genau darauf reagiert die Inklusionsstrategie des Landes, die ja 2019 im Rahmen des Inklusionsfriedens entschleunigt wurde und damit bis zum Ende des Jahres 2028 verlängert wurde. (Andreas Butzki, SPD: So ist es.) So wurde auf die Entwicklung und auf die Bedarfe eingegangen. Mögliche Überforderungen werden weitestgehend vermieden und die Akzeptanz kann dadurch auch erhöht werden. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es neben dem gemeinsamen Unterricht folgende individuell angepasste Unterstützungsmaßnahmen, denn es ist so, dass nicht alle Kinder jeden Tag zur gleichen Zeit immer nur gemeinsam unterrichtet werden. Wir brauchen eine gezielte individuelle Förderung, um dann wieder in den gemeinsamen Unterricht zu kommen. Es gibt 237 zusätzliche Stellen, 39 Schulversuche, unter anderem auch zur Begabtenförderung – ich erinnere mich, das war immer auch ein besonderes Anliegen der CDU –, 29 Schulen mit spezifischer Kompetenz, das sind die Schulen, die für die komplette Inklusion vom Land ausgestattet worden sind, natürlich mithilfe des Schulträgers, die nicht nur barrierefrei sind, sondern auch tatsächlich für alle Kinder, ob mit dem Förderbedarf Hören, Sehen oder körperlich motorische Entwicklung, alle Voraussetzungen für eine wohnortnahe Beschulung schaffen. Wir haben darüber hinaus 18 inklusive Lerngruppen Sprache, 11 Pilotschulen für die flexible Schulausgangsphase Berufsreife dual, 22 Standorte mit 40 Lerngruppen für das produktive Lernen, 59 Familienklassenzimmer, 14, demnächst 18 kleine Schulwerkstätten, 19, demnächst 21 große Schulwerkstätten, 65 öffentliche allgemeinbildende Förderschulen, 29 Diagnoseförderlerngruppen ab dem Schuljahr 2024/25, 27 Klassen für das freiwillige 10. Schuljahr, und circa 20 Lerngruppen Lernen werden in den kommenden Jahren hinzukommen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Vizepräsidentin Beate Schlupp übernimmt den Vorsitz.) Das bedeutet, dass wir über diese zusätzlichen 237 Lehrerstellen hinaus 376 verschiedene zusätzliche Angebote haben, die Kinder und Jugendliche im Lernen begleiten, unterstützen, sie fördern und fordern. Und bei allen noch notwendigen Anpassungsmaßnahmen machen diese Strukturen deutlich, dass Mecklenburg-Vorpommern alles daransetzt, die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung aller Kinder und Jugendlichen Schritt für Schritt umzusetzen. Ich komme noch mal auf die Räume: 376 zusätzliche Angebote sind in den meisten Fällen 376 zusätzliche Räume. Nur mal so viel dazu, was alles von Schulträgern und von Landesseite aus tatsächlich umgesetzt wird und möglich ist. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen haben mehr als 10.000 Lehrkräfte an den Fortbildungen zur inklusiven Bildung teilgenommen. Ich sage mal, rund gerechnet haben wir 12.000 Lehrkräfte, davon 1.300 an beruflichen Schulen. 2000 Personen besuchten… (Am Rednerpult leuchtet die rote Lampe.)
