Elke-Annette Schmidt
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! (Christian Brade, SPD: Nicht, dass es hier übersprudelt dann.) Ich freue mich, zu dieser Initiative, die noch mit meiner Kollegin und jetzigen Oberbürgermeisterin der Hansestadt Rostock, Eva-Maria Kröger, zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der SPD initiiert wurde, hier heute sprechen zu dürfen. Und für uns als Linksfraktion hatte und hat die Kultur- und Kreativwirtschaft natürlich auch einen sehr hohen Stellenwert. Und nicht nur für die urbanen Räume, sondern und insbesondere eben auch für die ländlichen Räume bietet sie eben ein großes Entwicklungspotenzial. Und damit einher geht auch die verbreitete Einrichtung zum Beispiel von Co-Working-Spaces in ländlichen und landschaftlich reizvollen Regionen, die eben für Kreative auch sehr interessant sind. Und beides zusammen macht eben das Potenzial aus, das es noch viel mehr zu heben gilt für unser Land. Ich glaube, hier sind wir uns auch alle sehr einig. Und ich mache auch keinen Hehl daraus, Herr Waldmüller, dass wir bei einer anderen Haushaltslage als der momentanen vielleicht auch noch viel mehr Ideen umsetzen würden, um diese junge, dynamische und innovative Branche in unserem Land weiter voranbringen zu können. Wir können eben auch nur Schritt für Schritt vorwärtsgehen. Und einen ersten Schritt wollen wir mit dieser Potenzialanalyse nun machen und uns ein Bild über die Situation dieser Branche in diesem Land machen und auch über die momentan bestehenden Förderinstrumente. Und das geht eben weit darüber hinaus, nur zu beraten, welche Förderinstrumente vorhanden sind, sondern das Zusammenwirken verschiedener Bereiche, nämlich Kultur und Wirtschaft und ihrer Förderstrukturen hier noch mal unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, wie sie wirken und ob sie eben so wirken, dass sie die Potenziale eben auch hervorbringen können. Und es wurde auch gesagt, auf Bundesebene liegt uns gutes Zahlenmaterial vor. Auf Landesebene haben wir das nicht, und es geht, wie gesagt, weit über das Zahlenmaterial hinaus, sondern eben auch darüber nachzudenken, welche Maßnahmen wirkungsvoll und wirksam für unser Land sein können. Und wir wollen diese Potenzialanalyse auch zusammen mit den Akteurinnen und Akteuren im Land entwickeln. Ich glaube, auch das ist ein wichtiger Punkt, denn ihre Erfahrungen sollen hier sehr deutlich mit einfließen. Und aus Sicht meiner Fraktion ist der Weg, den Thüringen mit der Kreativwirtschaft gegangen ist und auch weitergeht, einer, den wir uns auch für unser Land vorstellen können. Und jetzt komme ich zu einem konkreten Vorschlag. Herr Schmidt, wenn Sie mir vielleicht ein bisschen Aufmerksamkeit schenken?! Vielen Dank! (Zuruf von Christian Winter, SPD) Dort gibt es die Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft. Da kommt jetzt eine konkrete Idee, die Sie hier eingefordert haben. Wissen teilen, Kontakte herstellen und kreative Ressourcen öffentlich sichtbar machen, das sind die Hauptinhalte der Arbeit dieser Agentur. Sie besteht aus einem achtköpfigen Team, das Workshops und Peer-Learning-Veranstaltungen organisiert. Und die Beschäftigten dort sind eben auch Netzwerker/-innen, organisieren also ganz unterschiedliche Formate, um unterschiedliche Partnerinnen und Partner zusammenzubringen. Das Stichwort ist hier auch schon mehrfach gefallen, „Cross Innovation“, also das Schaffen von Begegnungen zwischen Kreativschaffenden und potenziellen Partnern aus anderen Branchen, wie eben zum Beispiel Tourismus, Handwerk, Einzelhandel oder auch der Gesundheitswirtschaft. Die Agentur …
