Hannes Damm
Vielen Dank, Frau Präsidentin! Nun hat das ja auch witzigerweise was mit der finanziellen Förderung der Agrarwirtschaft zu tun, aber ich denke, der Minister Pegel kann jetzt leicht trotzdem was dazu sagen. Thema ist der Moorklimaschutz, Förderung auf Grünland. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 144.000 Hektar Grünland auf Moorstandorten. All diese Moorstandorte für die Nutzung als Grünland müssen entwässert werden, und damit sind sie größte Emissionsquelle im Land, so weit bekannt. Nun kann auf 137.500 Hektar, also weit über 90 Prozent dieses Grünlandes, die durch das Land finanziell geförderte Agrarumwelt- und Klimamaßnahme „… naturschutzgerechte Grünlandnutzung (GN)“, Fördervariante extensive Dauergrünlandbewirtschaftung, beantragt werden. Hierfür erhalten die Landwirte 220 Euro pro Hektar und Jahr. Innerhalb der Agrarumwelt- und Klimamaßnahme gibt es leider keinerlei Vorgaben für vorzuhaltende Mindestwasserstände auf den geförderten Flächen. Es darf demzufolge das Grünland mit finanzieller Unterstützung des Landes weiterhin tief entwässert werden. Die Fördermittel sind hier sogar ein starker zusätzlicher Anreiz für eine klimaschädigende Bewirtschaftung, da eine entsprechende Bewirtschaftung derselben Fläche ohne die Fördermittel wirtschaftlich deutlich unattraktiver wäre. Meine Frage: Warum fördert die Landesregierung diese Form der klimaschädlichen Landnutzung durch das benannte Förderprogramm?
