Dr. Till Backhaus
Ja, das haben wir natürlich, weil ich habe ja im Übrigen die Verantwortung auch dafür gehabt, für die sogenannten Kita-Vernetzungsstellen oder auch die Schulvernetzungsstellen und auch im Seniorenbereich, das ist auch ein wichtiges Thema. Wir haben da einen Überblick, die Zahlen kann ich Ihnen gerne nachliefern. Auf jeden Fall muss ich immer wieder sagen, auch die Tagungen, die ja auch stattgefunden haben zu dem Thema – Sie haben ja auch einen profunden Kenner in der eigenen Fraktion, glaube ich, mittlerweile zu diesem Thema –, da sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg. (Zuruf von Patrick Dahlemann, SPD) Und ich glaube, dass es auch Sinn macht, in Deutschland nicht nur die DGE-Standards in die Gesetze hineinzunehmen und als Sollvorschrift zu entwickeln, sondern ich glaube, wir sollten uns einig sein, dass dieses verpflichtend umgesetzt werden soll. Und dazu werden wir weitere Initiativen auch starten. Und ich will ausdrücklich sagen … Ich hoffe, ich habe die Frage beantwortet. (Die Abgeordnete Anne Shepley spricht bei abgeschaltetem Saalmikrofon.) Und ich liefere die Zahlen nach. Die müssen ja aus dem Justizministerium dann auch bereitgestellt werden. Für mich ist natürlich auch vollkommen klar, dass, wenn wir uns die Frage stellen, wie die Menschen in Deutschland unabhängig von den Faktoren wie Einkommen, Bildungsgrad oder Herkunft einen gerechten Zugang zu einer gesunden Ernährung haben müssen und sollen, da will ich noch einmal betonen, das Teilhabekonzept, was wir ja, das Bildungs- und Teilhabekonzept hat ja gerade auch für diese Gruppe im Übrigen eine vollständige Entlastung vorgenommen, sodass im Übrigen von den Trägern dieser Einrichtungen in Schulen und auch im Hort und in den Schulen diese Kosten übernommen werden. Auch das, glaube ich, ist ein sehr, sehr gutes Signal, gerade auch für sozial Schwächere auch diese Möglichkeit zu eröffnen. (Petra Federau, AfD: Das ist doch aber nicht der Antrag!) Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir erkennen natürlich alle die multiplen Krisen, und deswegen ist es so wichtig, dass wir, auch was die Lieferengpässe, was natürlich auch die Kostensteigerungen anbetrifft, auch hier Hilfestellung geben. Und ich nehme ausdrücklich zur Kenntnis – Sie haben es ja auch in dem Antrag erwähnt –, dass hier 15 Millionen Euro für die Schulen und Kitas bereitgestellt werden. Und ich glaube, auch das ist der Beweis dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern seiner Verantwortung gerade auch für diese Einrichtungen gerecht wird. Und ich danke dafür auch meiner Fraktion, die das ja auch eingebracht hat in den Nachtragshaushalt. Meine sehr geehrten Damen und Herren, für unsere Ernährung ist natürlich vollkommen klar – und darauf reite ich ja seit vielen Jahren herum –, dass der wichtigste Aspekt im Übrigen der Transformation zum einen ressourcen- und klimaschonend ist, aber auch das nachhaltige Wirtschaften und damit im Übrigen Bioökonomie und -ökologie in ein Gleichgewicht zu bringen, eine der größten Herausforderungen der Zukunft darstellen. Und deswegen halte ich es im Übrigen auch für richtig, dass wir darüber reden, ernährungsphysiologisch. Ich gehe mal davon aus, Sie haben auch gesehen, dass bei uns in der Halle mehrfach Professor Hensel war, der im Übrigen das Bundesamt für Risikobewertung ja führt. Wenn Sie mal auf deren Seite gehen, dann wird ja deutlich, dass sehr wohl im Übrigen eine ausgewogene, wenn man denn Nahrungsergänzungsmittel ausreichend auch zur Verfügung hat, eine Pflanzen- oder eine vegetarische Ernährung heute möglich ist. (Petra Federau, AfD: Wow!) Das ist so. Und auf der anderen Seite wird übrigens auch darauf hingewiesen, wissenschaftlich und wissensbasiert, dass für eine ausgewogene Ernährung eben insbesondere Vitamin B und andere Komplexe oder Kalzium, was die Milch im Übrigen anbetrifft, einfach auch eine wichtige Grundlage für eine gesunde Ernährung sind. Insofern steht für mich ausdrücklich hier und ich nehme auch zur Kenntnis, dass der Bundeslandwirtschaftsminister auch auf der Grünen Woche mehrfach erklärt hat, dass er auch für Tierhaltung steht, aber für eine tierwohlorientierte – das habe ich im Übrigen immer wieder mit eingebracht – und auch eine Tiergerechtheit oder auch die Kennzeichnung umgesetzt werden muss. Und deswegen erwarte ich auch hier, dass wir die Probleme, die wir mit diesen Gesetzgebungsverfahren haben, dass wir Anpassungen vornehmen und letzten Endes damit auch wiederum einen Beitrag für einen gesunden Prozess einleiten können. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich glaube, abschließend auch noch einmal sagen zu dürfen, der Apfel konkurriert heute mit der Cola – vielleicht ein bisschen überzogen –, aber ich glaube auch, das Bewusstsein insgesamt in die allgemeine Bevölkerung hineinzutragen und insbesondere mit Kindern diesen Prozess anzuschieben, halte ich für das Gebot der Stunde. Deswegen sind wir eines der ersten Bundesländer im Übrigen, die das Schulobst- und Schulmilchprogramm zusammengeführt haben. Auch da kann ich Ihnen Zahlen liefern. Aber auch und im Übrigen die Schul- und Kita-Vernetzungsstellen leisten hervorragende Arbeit. Die Verbraucherzentrale ist von uns mit einem Projekt, nämlich für gesunde Ernährung, ausgestattet worden. Die Zusammenarbeit mit der Sektion der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, mit den Hochschulen und Universitäten in Neubrandenburg, aber auch Rostock und Greifswald ist hier eine sehr, sehr gute Grundlage, im Übrigen die Förderung, die wir auch über den Bauernverband mit den Landfrauen, nämlich für den „Ernährungsführerschein“, aber auch das gesunde Pausenfrühstück oder natürlich auch die Bauernhofbesuche, um den Kindern und Jugendlichen zu erklären, wo denn unsere Lebensmittel herkommen. Regional und bio sind für uns natürlich – und auch die konventionelle und ökologische Landwirtschaft –, sind für uns in Mecklenburg-Vorpommern der wichtige Träger für eine ausgewogene Ernährung, im Übrigen auch der Schulgarten oder auch die Einrichtung von Gärten in den Kindergärten. Und das haben wir auch gefördert und sind auch in einem sehr engen Kontakt. Oder wenn Sie mal auf der MeLa gewesen sind oder aktuell auch auf der Grünen Woche, dann haben Sie hoffentlich zur Kenntnis genommen, dass Hunderte von Schülerinnen und Schülern im Übrigen bei uns in der Halle den Apfel pressen und daraus Saft selber herstellen, um damit in das Bewusstsein zu kommen. An dieser Stelle will ich mich auch ausdrücklich bei den Erzieherinnen und Erziehern dieses Landes, in den Kitaeinrichtungen, in den Schulen bedanken, die darauf achten im Übrigen, dass die ausgewogene Ernährung weiter vorangebracht wird. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und insofern hoffe ich sehr, dass wir auch in dieser Frage weiterkommen. Es ist ein Beitrag für die Gesundheit unserer Kinder und die Schülerinnen und Schüler. Es ist aber auch ein Beitrag natürlich für eine ausgewogene Landwirtschaft und einen regional und ökologisch ausgerichteten Standort von Mecklenburg-Vorpommern. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
