Torsten Koplin
Lasse ich mal beiseite. Aber ich frage mich, (Zuruf von Daniel Peters, CDU) ich frage mich … Jaja, nehmt das mal zur Kenntnis, (Eva-Maria Kröger, DIE LINKE: Das ist ein Fakt, Kolleginnen und Kollegen!) dass mich das beschäftigt. (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) Sie haben zu Mirow argumentiert. Und seit mehr als zehn Jahren begleite ich eine Bürgerinitiative in Mirow, die für eine Ortsumgehung ist, weil die Stadt mit über Tausend Lkws pro Tag – jetzt mögen es vielleicht ein klein wenig weniger sein –, aber regelrecht ruiniert wird, in den Häusern Risse, und nachgewiesen ist, dass die Menschen gesundheitliche Schäden davontragen. Der ganze Prozess verzögert sich seit längerer Zeit, weil in der Umgebung eine Frau von ihrem Recht Gebrauch macht – das ist auch völlig legitim –, und sie klagt, (Zuruf von Andreas Butzki, SPD) die wohnt nicht dort, aber sie fühlt sich belästigt, und es verzögert sich. Und wenn ich dann hingehe und sage, wisst ihr, ist ja alles gut und schön, habt ihr gekämpft, aber das Moratorium der GRÜNEN dringt durch und ihr müsst warten, vielleicht wird es was, vielleicht wird es nichts – es löst kein Problem. Die Menschen erkranken, die Stadt geht kaputt, sie sorgen sich sehr wohl und beschäftigen sich mit den Fragen des Umwelt- und Naturschutzes, und wir gehen bei und sagen, nee, ist nicht. Ich habe da große Mühe mit, ich habe da auch wenig Verständnis für und würde ganz gern eine vertiefende Argumentation Ihrerseits haben, womit wir rechtfertigen sollen, dass das alles umsonst gewesen sein soll, der Kampf über Jahrzehnte der Einwohnerinnen und Einwohner dort.
