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Dr. Till Backhaus

26.01.2023 Sitzungen 8/43

Also wir haben ja in der letzten Umweltministerkonferenz das Thema wieder auf der Tagesordnung gehabt und die Bundesregierung gebeten, eine neue Analyse vorzulegen. Ich glaube persönlich, dass es Sinn macht, dass auch die Gesamtpopulation mit der polnischen Tiefebene verknüpft ist und die mehr oder weniger für die neuen Bundesländer plus Schleswig-Holstein/Niedersachsen eine Art von Population darstellt. Und über diese Frage diskutieren wir mit der Bundesregierung. Wenn Sie in den Koalitionsvertrag reinschauen, gibt es dort ja auch die Aufforderung, auf Bundesebene sich dem Thema intensiv weiter zuzuwenden. Wir gehen davon aus, dass wir im Frühjahr zur Frühjahrsministerkonferenz weitere Hinweise bekommen, ob man, wenn man es so will, diese, ich sage mal, Population, die in den neuen Ländern, polnische Tiefebene, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, ob man die zu einer biogeografischen Region zusammenfassen kann, ja oder nein, und ob man dann quasi den Prozess des guten Erhaltungszustands noch mal neu beleuchten kann, um gegebenenfalls dann auch erste Ansätze zu finden, wie man mit dieser Gesamtpopulation umgeht. Und ich will noch mal sagen, ausdrücklich, der Wolf hat auch in Mecklenburg-Vorpommern die Chance zu leben. Das habe ich immer gesagt. Er steht unter strengem Schutz, das wissen Sie, und wenn ich am Sonnabendabend den Hinweis bekomme, dass in der Nähe von Eldena ein Wolf angefahren worden ist, und es entpuppt sich dann zu einem Marderhund, dann kann ich auch nur sagen, es werden auch Dinge hier manchmal in die Öffentlichkeit gebracht oder diskutiert, die dem Wolf eher schaden als ihm nützen.

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