Andreas Butzki
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Vor drei Monaten haben die Fraktionen von SPD und DIE LINKE diese Schulgesetzänderung bereits abgelehnt. Seit dieser Zeit hat sich aus unserer Sicht nichts verändert. (Heiterkeit bei Enrico Schult, AfD – Zuruf von Torsten Renz, CDU) Ich könnte jetzt meine Rede vom November wiederholen (Zuruf von Jan-Phillip Tadsen, AfD) oder auch größere Passagen aus der Rede der Ministerin zitieren. Beides habe ich nicht vor, obwohl ich 22 Minuten Redezeit hätte. (Marc Reinhardt, CDU: Die nutz mal auch aus!) Der auch in diesem Antrag bemühte Begriff des Akademisierungswahns geht an der Realität vorbei. (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) Der aktuelle nationale Bildungstrend sagt deutlich, (Zurufe von Jens-Holger Schneider, AfD, und Jan-Phillip Tadsen, AfD) der Trend zur Akademisierung ist vorerst zum Stillstand gekommen. Im veröffentlichten Ausbildungsmonitor am Dienstag steht, knapp die Hälfte der Abiturienten beginnt eine duale oder schulische Ausbildung. (Zurufe von Jens-Holger Schneider, AfD, und Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) Und laut Statistiker, Absolventen im Abiturjahrgang 2021, da will ich mal kurz die Quoten noch mal nennen: Hamburg hat eine Abiturientenquote von 54,4 Prozent, der Deutschlandschnitt ist 39,1 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern hat 38,1 Prozent. Also können wir hier von einer überbordenden Akademisierung nicht sprechen. Diese Gesetzesänderung brauchen wir nicht, und die Koalition von SPD und DIE LINKE wird diese Schulgesetzänderung ablehnen. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Jan-Phillip Tadsen, AfD: Das ist aber dünn, Herr Butzki. – Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD)
