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Torsten Koplin

Die Linke 08.12.2022 Sitzungen 8/40

Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ah, ich war schon so gedanklich in dem Flow, weil ich innerlich sehr aufgewühlt bin. Wissen Sie, das ist ein so sensibles Thema (Zuruf von Enrico Schult, AfD) und das wird so janusköpfig behandelt. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Da wird also eine Besorgnis vorgetragen und man weiß doch eigentlich vieles selber schon. Und da werden Lösungen in den Raum gestellt, die, wenn man sie bei Lichte anschaut, untauglich sind. Und ich will das – ich habe das jetzt sehr allgemein und kryptisch gesagt –, ich will das gern untersetzen. Zunächst einmal: Wie ist die Lage? Wir haben Rettungshubschrauber, wir haben einige Hubschrauber, aber hier geht es jetzt um diese Rettungshubschrauber, „Christoph“, genau, am Standort Greifswald. Im Jahr 2020 – ich beziehe mich auf eine Recherche der Zeitschrift „Katapult“, sehr interessant –, Greifswald 1.316 Flugeinsätze im Jahre 2020, in Neustrelitz 1.274 und in Güstrow 1.042. Es lässt sich, es lässt sich mit ziemlicher Gewissheit vermuten, dass sich die Zahl der Einsätze erhöhen wird, weil wir eine deutliche Veränderung in der Krankenhauslandschaft erleben werden. Allein durch die Mindestmengenvorgaben und die Spezialisierungen wird nicht mehr an allen Krankenhausstandorten alles wie bislang gemacht werden können. Dadurch müssen die Patientinnen und Patienten dann entsprechend eines Verlegungsmanagements dann auch an die Orte kommen. (Katy Hoffmeister, CDU: Ja, das sind dann die Intensivverlegungsgeschichten und nicht die Rettung.) Das Zweite ist, wir haben es leider und werden es auch noch eine Weile mit zunehmendem Ärztemangel zu tun haben, sogenannten weißen Flecken. Daraus erwachsen Erfordernisse, bis es uns gelungen ist, das neu zu ordnen, weil wir ja auch viel Zeit verloren haben. Und das Dritte ist, dass aufgrund der demografischen Entwicklung vermutlich auch die Schwere von Fällen zunehmen wird, die dann einen solchen akuten Einsatz notwendig macht. Und was wir jetzt hier aber erleben, ist eine Behandlung im Landtag mit einem Antrag, der ein Stückchen weit ausblendet, nee, ziemlich stark ausblendet, Frau Hoffmeister, dass Sie auf das, was Sie problematisieren in dem Antrag, ja bereits eine Antwort bekommen haben, und zwar, bevor Sie den Antrag abgegeben haben für die heutige Landtagssitzung. In der regulären Zeit haben Sie zuvor eine Antwort bekommen auf eine Kleine Anfrage. (Zuruf von Marc Reinhardt, CDU) In dieser Antwort ist beschieden worden, dass Güstrow nicht zur Disposition steht. Also Sie suggerieren mit dem Antrag, dass wir hier eine Situation haben, dass Güstrow akut zur Disposition steht, und schaffen erst eine besondere Besorgnis in der Bevölkerung. Und bei einem solch sensiblen Thema halte ich das für hoch fahrlässig, Frau Hoffmeister und sehr geehrte Damen und Herren von der CDU. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Dass man sich (Zuruf von Marc Reinhardt, CDU) aufgrund der Dynamik der Entwicklung ... (Die Abgeordnete Katy Hoffmeister bittet um das Wort für eine Anfrage.) Sie kommen jetzt geradezu auf mich zu. Ich würde das ganz gern am Ende, wenn Sie einverstanden sind?! Ach, zehn Minuten?! Ja, lassen Sie, Entschuldigung, jetzt will ich nicht unhöflich sein.

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