Barbara Becker-Hornickel
Ja, ich versuche es. Ich bezweifle nicht, was Sie jetzt gesagt haben, aber ich bin selber Mutter und auch Großmutter. Und ich habe mich sehr gefreut, ich habe einen Sohn geboren, ich habe eine Tochter geboren. Und diese Kinder sind behütet, unbehindert von irgendwelchen Gedanken in Richtung, welcher Sexualität sie am Ende oder welchem Geschlecht sie angehören, aufgewachsen. Ich kann Ihnen ehrlich sagen, ich weiß nicht, wie ich als Mutter reagiert hätte, wenn ich mit diesem Problem konfrontiert worden wäre. Ich weiß nicht, ob ich mich damit so auseinandersetzen hätte können, wenn mein Sohn vielleicht im Alter von zehn, elf, zwölf Jahren an seiner geschlechtlichen Identität gezweifelt hätte. Ich war ja glücklich, einen Sohn zu haben. Und insofern finde ich es richtig, dass es neben den Eltern, die wirklich das Beste immer für ihr Kind wollen, dann doch die Möglichkeit gibt, dass sie in ihren Zweifeln und dem vielleicht nicht gehörten Ohr der Eltern eine Möglichkeit haben, sich doch weiter zu informieren. Ich weiß, das ist ein sehr bewegendes Thema, (Eva-Maria Kröger, DIE LINKE: Richtig so, Frau Kollegin, ganz stark!) aber das ist meine Meinung dazu. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP – Eva-Maria Kröger, DIE LINKE: Genau so ist es.)
