Jan-Phillip Tadsen
Ja, auch für die Zuhörer dieser heutigen Debatte sei das dann doch noch mal erwähnt, dass das Bundeskriminalamt immerhin eine Sonderauswertung macht zum Thema, das nennen die selber so, „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“. Warum macht man eine Sonderauswertung, wenn man diese Zahlen nicht anschauen soll? Das habe ich noch nicht so ganz verstanden, auch in Ihrer Argumentation nicht. Ich würde sie auch gern noch mal nennen. Im vergangenen Jahr wurden im Bereich Sexualstraftaten 2.500 Personen als Deutsche Opfer eines tatverdächtigen Zuwanderers, umgekehrt waren es 120. Im Bereich Gewalttaten wurden Deutsche in 40.000 Fällen Opfer eines Zuwanderers, umgekehrt in 11.000 Fällen. Und auch bei der Deliktgruppe Mord und Totschlag liegt dieser Faktor 3,3-fach höher. Das sind ja Verhältnisse, die denken wir uns nicht aus, die sind da, (Zuruf von Horst Förster, AfD) die sind meiner Meinung nach valide dargestellt und valide erhoben durch die Statistiken des Landes. Wenn wir so anfangen, dann kleistern Sie diese Debatte zu, und das wird auch den Opfern, die ja nicht wenige sind seit Jahren in diesem Land, gerade seit 2015, das wird diesen Opfern nicht gerecht. Und das wird Ihnen die Öffentlichkeit auch nicht goutieren, das verspreche ich Ihnen. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) Ja, ich habe durch meine Kurzintervention ja schon einiges klargestellt, aber trotzdem vielleicht auch noch in diesem Redebeitrag kurz erwähnt, also mir fällt halt schon ganz nüchtern auf, dass die CDU-Fraktion hier immer versucht, auf so eine Gefälligkeitsrhetorik zu verfallen, damit sie in einen gewissen Modus kommt und sich vielleicht auch nicht angreifbar macht. Migrationspolitik scheint ja nicht gerade Schwerpunktthema dieser Fraktion zu sein. Das finde ich schade. (Zuruf von Enrico Schult, AfD) Ich bin da ganz offen für einen sachlichen Diskurs, bin aber auch der Meinung, wenn, muss man dann auch klar einmal formulieren, wo Probleme liegen, und sich nicht wegducken gegenüber der eigenen Bundestagsfraktion, gegenüber der eigenen Bundespartei. Das ist angesichts der aktuellen Lage der Kommunen – auch Grimmen habe ich schon angesprochen mit dem Aufnahmestopp –, wäre das doch mal angezeigt, um vielleicht auch den Frieden in der eigenen Partei zu bewahren. (Ann Christin von Allwörden, CDU: Sie hätten mir mal besser zuhören sollen. Es ging nie darum, dass Grimmen keine Flüchtlinge aufnehmen will.) Meine Damen und Herren, (Zuruf von Ann Christin von Allwörden, CDU) zu Frau Shepley vielleicht auch noch ...
