Barbara Becker-Hornickel
Sehr geehrte Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Meine Fraktion begrüßt die heutige Aussprache, und insofern möchte ich doch eher meine Eindrücke hier noch mal schildern und auch noch mal etwas mehr mit Leben erfüllen, die ich beim letzten Altenparlament erleben durfte, weil ich war dabei. Und Seniorenbeteiligungsgesetz ist ja ein Gesetz, aber ich denke, es ist immer unheimlich spannend mitzuerleben – und das konnte man an diesem Tag –, wie ein Gesetz mit Leben erfüllt wird. Und es wurde ja schon mehrfach gesagt, vor Kurzem ist das 12. Altenparlament hier im Landtag zu Ende gegangen und, meine Damen und Herren, ein Tag voller Energie, Optimismus und Engagement. Also die Herren und Damen – irgendwie gehöre ich ja auch zu den Senioren – standen uns wirklich in nichts nach. Sie waren ein bisschen disziplinierter. (Heiterkeit bei Elke-Annette Schmidt, DIE LINKE) Das ist schon sehr schön gewesen. Und unsere Senioren – und ich bleibe jetzt dabei –, unsere Senioren haben selbstbewusst deutlich gemacht, was für sie wichtig ist (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP) und was sie für ihr Leben in unserem Bundesland für wünschenswert und notwendig erachten. Ich hatte ganz andere Erwartungen an das, was dort diskutiert wurde. Neben den Ergebnissen aus den Leitanträgen, das haben wir ja zum Teil auch begleitet, gab es eine Resolution. Diese Resolution hat mich irgendwie so richtig umgehauen. Da gab es kein Gejammer. Nein! Da gab es die Forderung danach, Bildung im Alter für alle zu ermöglichen. Sie verwiesen darauf, dass der Wunsch, Neues zu erfahren und dazuzulernen, unabhängig vom Alter ist. Bildung trage zu gesellschaftlicher Teilhabe, Persönlichkeitsentwicklung, Wohlbefinden und Gesundheit bei. Auch mit – hier steht noch 65, ich habe es noch nicht korrigiert –, mit 60 Jahren ist mit dem Lernen nicht Schluss. Und wer sich bilde, engagiere sich häufig, und wer sich engagiere, lerne ständig dazu. Sie fordern eine Bildungsstrategie für Bildung im Alter und tragen ihre Vorstellungen vor. Heute haben wir diese Aussprache über Mitwirkung, Mitsprache und Mitbestimmung. Als Freie Demokraten fühlen wir uns verpflichtet, unsere Senioren mit ihrem Engagement einzubinden und zu stärken. (allgemeine Unruhe – Glocke der Vizepräsidentin) Die älteren Menschen müssen gleichberechtigt Teilhabe und Zugang zu Bildungs- und Freizeitangeboten haben. Dafür brauchen wir, dazu brauchen wir in diesem Land für alle in M-V Barrierefreiheit und Mobilität. Das haben wir noch nicht, bei Weitem noch nicht. Dazu gehört aber auch zur schnellen …
