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Christian Pegel

10.11.2022 Sitzungen 8/36

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ich schaue einmal, wir haben im Durchschnitt des Monats Juli, das ist die letzte Zahl, die ich verfügbar habe, 5.130 Personen im Durchschnitt auf den 6.292 Plätzen untergebracht. Sie haben recht, die Regelempfehlung ist mit 75 Prozent zu kalkulieren. Hintergrund ist erstens, dass Sie zuweilen in einem Zimmer mehrere Betten haben. Dann kann die Situation eintreten, die werden als einzelne Plätze gewertet, stecken in diesen 6.292 drin. Jetzt kann das ein Sechsbettzimmer sein, sie haben eine fünfköpfige Familie, legen die dort hinein, dann wird das sechste Bett nicht mehr mit einem Einzelschutzsuchenden belegt, sondern es bleibt frei, um den Familienkontext zu bewahren. Das ist der eine Grund, weshalb Sie in der Regel nicht zur Vollauslastung der Einrichtungen kommen. Und zweitens. Ja, es gibt Situationen, wo Sie verschiedene Ethnien oder auch religiöse Gruppen nicht zueinander legen, wenn Sie wissen, dass es möglicherweise Konflikte gibt, die dort hineingetragen würden. Von daher ist die „Pi mal Daumen“-Formel, 75 Prozent ist regelmäßig der Bereich, wo man in die Vollauslastungsnähe kommt, gleichwohl die Platzzahl insgesamt ist deutlich höher. Im Durchschnitt haben wir im Juli 81,5 Prozent in den Einrichtungen gehabt. Und da wir momentan keine, soweit ich das überschaue, gesteigerten Schwierigkeiten haben, sieht man dann, dass 75 als Regelorientierung gut ist, aber mit organisatorischen Maßnahmen wir auch drum herum auf höhere Belegung kommen. Gleichwohl bleibt es dabei: Wir brauchen weitere Ausbaumaßnahmen.

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