Christian Pegel
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zunächst, glaube ich, es war zwischendurch pressewirksam, bin da aber nicht ganz sicher. Ich sage Ihnen trotzdem gerne das, was wir an Geschehnissen vor Augen haben. Die Uhrzeit, die Sie haben, müssen Sie knapp zweieinhalb Stunden zurückrechnen. Gegen kurz nach 21:00 Uhr hat es am Marienplatz an dem Datum, das Sie nennen, zunächst einen Bedrohungssachverhalt gegeben. Also eine Person hat einer anderen eine schwere Straftat angedroht und anschließend ist es dann zu einer gefährlichen Körperverletzung mit einem Messer gekommen. Tatverdächtig ist ein 32 Jahre alter Mann tunesischer Herkunft, Tatgeschädigter ist ein 22-jähriger Mann algerischer Herkunft. Das, was die Kolleginnen und Kollegen bislang rekonstruiert haben, ist zunächst dem ein Streit vorausgegangen in einer Gruppe von Zuwanderern auf dem Marienplatz. Der Geschädigte befand sich mit dem jetzt Beschuldigten, dem Tatverdächtigen und zwei weiteren Zeugen am Haupteingang der Deutschen Bank auf dem Marienplatz. Der 22-Jährige, der jetzt geschädigt worden ist, wollte offenbar bei diesen Streitigkeiten schlichten, ist also in einen Streit in der Zuwanderergruppe hinzugekommen und wollte schlichten. Daraufhin ist der Streit dann auf ihn übergesprungen. Der Tatverdächtige hat sich mit ihm in einen Streit hineinbegeben. Und im weiteren Verlauf, das ist das, was wir wissen, dass der Tatverdächtige dann von hinten dem Geschädigten mit einem Taschenmesser in den Rückenbereich gestochen hat. Der Geschädigte hat sich dann zu den Zeugen, die vorher offenbar noch bei der Deutschen Bank mit ihm standen, die jetzt auf einer anderen Seite des Marienplatzes standen, dorthin begeben und die angesprochen. Anschließend hat der Geschädigte einen zufällig vorbeifahrenden Notarztwagen angehalten, der ihn dann erstversorgt hat. Während dieser Zeit, das kann ich Ihnen auf die Minute genau nicht sagen, hat dann der Tatverdächtige seinerseits das Hosenbein hochgezogen und sich selbstständig mehrfach in das Unterbein und in seinen Unterarm geschnitten. Er hat sich dann ebenfalls zum Notarztwagen begeben und wollte behandelt werden. Die Kolleginnen und Kollegen des Rettungsdienstes haben dann einen weiteren Rettungswagen hinzugerufen. Nachdem er um Hilfe gebeten hat, hat er sich dann vor den Notarztwagen gelegt und war nicht mehr ansprechbar und ist dann entsprechend behandelt worden. Die Beteiligten sind entsprechend ins Klinikum eingeliefert worden und die Ermittlungen sind sodann aufgenommen worden. Zwischendurch ist allerdings einer der Zeugen noch mit dem Tatmesser weggegangen und eine Viertelstunde später auf den Marienplatz zurückgekommen. Die Polizei hat zwischenzeitlich aber das Tatmittel wohl dingfest machen können.
