Hannes Damm
Das hoffe ich doch, obwohl ich da eher für geregelte Wiedervernässung bin, Herr Backhaus. Wir haben jetzt so viele Sachen erzählt, und ehrlich gesagt kann ich Ihnen diese Aufbruchsstimmung immer nicht so richtig abkaufen, wenn ich mir noch mal die Zahlen genau angucke. Also bis jetzt haben wir im Durchschnitt so 500 Hektar Wiedervernässung gehabt im Jahr. Und das ist zu wenig. Da sind wir uns einig, dass das zu wenig ist. Deswegen wäre ich da mit dem Lob auch ein bisschen zurückhaltender. Was ich aber sehe, ist, dass wir weniger als 20 Jahre haben bis 2040, um diese – das ist jetzt auch für mich eine neue Zahl – 130.000 Hektar zu renaturieren. Ich würde ja sagen, wir sollten ran an die 300.000 kommen, auch das vielleicht Gegenstand der Auseinandersetzung. Aber wenn ich mir das Konzept Ihrer Moorschutzagentur angucke, die im Finanzausschuss vorgestellt worden ist, zu steigern von 1.000 nächstes Jahr bis 6.000 Hektar pro Jahr 2027, dann sind das 21.000 Hektar bis 2027 insgesamt. Das heißt, bis zum Ende der Legislatur – das ist in fünf Jahren – diese Zahl. Und wenn ich dann hochrechne, was ich dann schaffe bis 2040, dann passt das nicht, dann gibt es eine Lücke. Ich frage mich dann, warum wir 84 Prozent der noch wiederzuvernässenden Flächen, jetzt nach Ihrer Rechnung zumindest, in die Zukunft verschieben, in die nächste Legislaturperiode, nachdem diese Landesregierung verantwortlich ist. Und das finde ich nicht ehrlich, das finde ich nicht ambitioniert. Ich finde, wenn, dann muss man diese Verantwortung auf die Schulter nehmen, auch jetzt schon auf die Schulter nehmen, insbesondere deswegen, weil die Wiedervernässung ja am Anfang, wo man an die Flächen leichter rankommt, wo noch mehr Flächen zur Verfügung stehen, viel schneller gehen müsste. (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
