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Dr. Till Backhaus

08.09.2022 Sitzungen 8/30

Sehr gut! Und deswegen darf ich auch noch mal unterm Strich festhalten: Jawohl, die Landwirtschaft und die Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft haben trotz alledem immer wieder bewiesen, wie leistungsstark, anpassungsfähig und zukunftsorientiert sie sind. Ich wage, hier heute auch die These noch mal in den Raum zu stellen, dass Mecklenburg-Vorpommern der modernste Agrarstandort in Deutschland, in Europa ist. Wir haben die besten Maschinensysteme aufgrund schon allein der Flächenausstattung, im Durchschnitt 283 Hektar pro Betrieb. Und da können natürlich die Technologien, die es heute am Weltmarkt gibt – im Übrigen auch im Agrarforschungssektor sind wir mit an der Spitze der Bewegung. Und deswegen glaube ich auch, noch mal, dass im Übrigen Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zu diesem modernen, nachhaltigen, ökonomisch, ökologisch und nachhaltigen Standort einen ganz wesentlichen Beitrag in Deutschland weiter leisten wird. Und unsere Landwirtinnen und Landwirte sind auf dem Weg, diese Schlüsselbranche im Land auch weiter auszurichten. Im Übrigen, auch der Übergang von den Betriebsstrukturen findet ja statt. Und auch hier nehme ich zur Kenntnis, dass gerade die jungen neuen auch Unternehmerinnen und Unternehmer, die die Produktion von Lebensmitteln und damit auch die Sicherung von Arbeitsplätzen in den ländlichen Regionen mit ihrem Engagement untersetzen, Teil dann auch des gesellschaftlichen Lebens in den Dörfern darstellen – gehen Sie bitte doch mal auf die Erntefeste, die jetzt aktuell stattfinden, und nehmen Sie teil an solchen Veranstaltungen –, und sie werden Teil im Übrigen auch in der Mitte der Gesellschaft. Und deswegen, glaube ich, ist es so, dass die Landwirtschaft in unserem Bundesland und die Ernährungswirtschaft wirklich gute Bedingungen in sich tragen. Und es ist ja eine Zahl genannt worden. Wenn man im Übrigen die gewerbliche Wirtschaft, den Anteil der gewerblichen Wirtschaft der Land- und Ernährungswirtschaft sich anschaut, denn liegen wir heute beim Anteil in Mecklenburg-Vorpommern mit 36 Prozent, 36 Prozent! Und damit ist Mecklenburg-Vorpommern, was die Land- und Ernährungswirtschaft mit einem Umsatz von brutto insgesamt 45 Milliarden, die Zahlen stimmen und sind verbürgt, runde Zahlen, und wenn wir bei zwischen 8 und 9 Milliarden Euro an Umsatz machen, dann wird noch mal deutlich, welche Bedeutung dieser Zweig für die Gesamtentwicklung in Deutschland hat. In Mecklenburg-Vorpommern, will ich auch ausdrücklich sagen, um die kritischen Themen anzudeuten, wir brauchen Rechtssicherheit und Planungssicherheit. Die GAP, also die Europäische Gemeinsame Agrarpolitik, der Strategieplan ist bis heute nicht eingereicht. Ich bedauere das. Die Düngemittelverordnung ist umzusetzen. Auch da erwarten wir ausdrücklich aus Berlin zusätzliche Maßnahmen und Unterstützung. Und auch die Umsetzungsschritte müssen endlich erfolgen. Gestern haben wir uns zu dem Thema Pflanzenschutz, denke ich, ein Stück weit ausgetauscht. Ich sage hier sehr deutlich, wir wollen minimieren, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimieren, aber rein ideologisch zu erklären, ab morgen oder übermorgen müssen 50 Prozent eingespart werden, damit kommen wir keinen Millimeter weiter. Wir müssen die Landwirtschaft und die Ernährungswirtschaft in diesem Sektor mitnehmen, und wir brauchen dafür auch weitere Instrumente. Ich sage ausdrücklich, im Übrigen auch, was die Stilllegung anbetrifft – auch das hat die Ministerpräsidentin und ich auch noch mal heute untersetzt –, ich finde es richtig, dass unser Vorschlag aus Mecklenburg-Vorpommern, im Übrigen den Landwirten das Signal zu geben, jetzt auch die Stilllegung für zwei Jahre zu unterlassen beziehungsweise diese Flächen dann zu nutzen, ein richtiger Ansatz ist. Meine sehr geehrten Damen und Herren, die rote Lampe, und die Farbe ist mir ja sehr sympathisch, aber ich muss jetzt aufhören. Unterm Strich wird es ja darum gehen – das will ich abschließend sagen –, dass wir alles daransetzen, jetzt die Kostenexplosion nicht weiter sich entwickeln zu lassen. Die Energiepreisbremse muss kommen, damit im Übrigen auch die Bäckerei in Ihrer Nachbarschaft nicht aufhört zu produzieren. Wir brauchen die regionalen Produkte, wir brauchen die Verbindung auch der Menschen zu den Lebensmitteln. Und ich lade Sie wirklich sehr herzlich ein, kommen Sie und gehen Sie auf die MeLa, gehen Sie in den Meinungsaustausch, auch in eine kritische Diskussion, und Sie werden erleben, Landwirtschaft war schon immer Zukunft! – Herzlichen Dank und alles Gute! (lang anhaltender Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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