Eva-Maria Kröger
Also zuallererst möchte ich mal feststellen, ich habe ehrlich gesagt diese Plenarsitzung nur darauf gewartet, dass irgend so eine Albernheit kommt mit „Sie sind ja jetzt im Oberbürgermeisterin-Wahlkampf und deshalb reden Sie hier“. Vielen Dank! So musste ich es nicht selbst erwähnen. Ich kandidiere übrigens als Oberbürgermeisterin in der schönen Hanse- und Universitätsstadt Rostock. (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der SPD) Ich glaube, die Rostockerinnen und Rostocker wären sehr enttäuscht von mir, wenn ich jetzt aufhören würde, mich für sie landespolitisch einzusetzen, nur, weil ich jetzt im Wahlkampf bin. (Zuruf von Marc Reinhardt, CDU) Das ist nämlich meine Aufgabe, das konsequent und durchführend zu tun. Und deshalb mache ich das auch heute und das mache ich auch sehr, sehr gerne. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Heiterkeit vonseiten der Fraktion der CDU) Und zweitens, Herr Kramer, es ist Ihr gutes Recht, sich noch mal zu erklären, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie hier missdeutet wurden, gar keine Frage. Ich habe es anders gehört. (Torsten Koplin, DIE LINKE: Ja.) Ich habe gehört, dass die Kollegin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN davor gewarnt hat, dass Menschen aus ihrer Wohnung fliegen, wenn sie ihre Miete nicht bezahlen können oder die Rückstände nicht bezahlen können. Und daraufhin haben Sie reingerufen „zu Recht“. Diese Reflexion zwischen „ordentlich“ und „nicht ordentlich“ und „fristlos“ und „nicht fristlos“ stand in dem Moment gar nicht im Raum. Das habe ich gehört, darauf habe ich hier angesprochen. Sie haben sich jetzt erklärt. Wie die Zuhörerinnen und Zuhörer das deuten, das ist dann Sache der Zuhörerinnen und Zuhörer. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Rainer Albrecht, SPD: Ja, so ist es. Sehr gut!)
