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Hannes Damm

GRÜNE 01.07.2022 Sitzungen 8/28

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen! (Heiterkeit bei Michael Meister, AfD) Ich fange mal mit zwei persönlichen Bemerkungen an. Das Erste ist, dass ich es also absolut würdelos finde, dass der Fraktionsvorsitzende Kramer hier mit seinem Kopfhörer ständig im Parlament sitzt und am Handy jetzt Computerspiele spielt oder Handyspiele spielt. Passiert auch häufiger, aber in der Debatte hat es jetzt gerade mal gepasst, mal meine Kritik dabei loszuwerden. (Sebastian Ehlers, CDU: Das machen aber andere Fraktionen auch. – Zuruf von Stephan J. Reuken, AfD) Das Nächste ist als persönliche Replik noch mal auf Herrn Waldmüller, ich fand es nicht ganz konsistent, die Bemerkung zu der Frage, ob jetzt Ballerspiele, obwohl ich da jetzt kein Fan von bin, da jetzt mit reinfallen sollten oder nicht. Es ist ja durchaus auch so, dass Schützenvereine zum Beispiel, also Schießsportarten im normalen Sportbereich irgendwie auch als gemeinnützig dann anerkannt werden. (Christian Brade, SPD: Aber die schießen nicht auf Menschen.) Die schießen nicht auf Menschen, die schießen aber natürlich auf Umrisse, die dann aussehen wie mal ein Mensch oder so. Da, finde ich, (Christian Brade, SPD: Nein.) sind auf jeden Fall die Grenzen in den, (Unruhe vonseiten der Fraktion der SPD – Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das ist Blödsinn, was Sie hier erzählen. – Zuruf von Christian Brade, SPD – Glocke der Vizepräsidentin) in den gemeinnützigen, in den … Natürlich! In den gemeinnützig anerkennbaren Schützenvereinen ist es der Fall, natürlich nicht im Schießsport, im olympischen Schießsport dann natürlich nicht. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: In keinem Schützenverein.) Aber ich habe das nur angesprochen, weil ich da, also da sind sicherlich Graubereiche. Nichtsdestotrotz würde ich das nicht als Argument nehmen, diesen Antrag jetzt abzulehnen. (Unruhe vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP) Lassen Sie mich noch festhalten, es geht ja auch bei dem Antrag nicht darum, ob wir den E-Sport in die Mitte der Gesellschaft jetzt reinholen wollen oder nicht. Er ist ja schon in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wenn 34 Millionen Menschen regelmäßig in Deutschland spielen, ist also nicht nur ein Zeitvertreib für Kinder und Jugendliche, sondern ein Phänomen quasi, was in weiten Teilen der Gesellschaft angekommen ist. Und das bringt auch weltweit Menschen zusammen, dieses Spiel, verschiedene Teile der Erde, eigentlich überall. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: „Global“ kann man auch sagen.) Viele Kinder und Jugendliche lernen wichtige Lebenskompetenzen, Medienkompetenzen, digitale Kompetenzen im E-Sport. (Stephan J. Reuken, AfD: Das ist der CO -Ausstoß der Server. – 2 Zuruf von Christian Brade, SPD) Der E-Sport ist also auch Breitensport und nicht nur Leistungssport. Wer E-Sport betreibt, tut es ja nicht nur, um mal ein bisschen sich abzulenken, sondern es geht um Geschicklichkeit, Teamfähigkeit, Fairness allgemeinen, eben um Sportsgeist, und dafür ist auch Training erforderlich. Wer erfolgreich sein will, muss trainieren, genau wie in jedem anderen Sport auch, unabhängig davon, ob es sich jetzt um eine Simulation handelt oder um ein richtiges Spiel. E-Sport übernimmt auch gesellschaftliche Aufgaben, fördert soziale Kompetenzen, bringt Menschen zusammen, das sagte ich bereits, nicht nur kommunal und regional, sondern eben auch über die Landesgrenzen hinweg. Wenn E-Sport all diese wichtigen wirtschaftlichen Aufgaben übernimmt, wieso ist E-Sport dann nicht als gemeinnützig in der Abgabenordnung begünstigt? Es gibt keinen treffenden Grund aus meiner Sicht, und deswegen unterstützen wir GRÜNEN den Antrag der FDP, das endlich ändern zu wollen, und natürlich in diesem Sinne auch dann eine Ausschussüberweisung. Damit ist aber noch nicht alles gesagt. Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihr guter Antrag übersieht ein paar wichtige Aspekte, die ich hier noch mal dringend nennen möchte. E-Sport-Events müssen versuchen, klimaneutral abgehalten zu werden, aus meiner Sicht, und auch ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. (Horst Förster, AfD: Genau.) In Deutschland sind 47 Prozent der gamenden Personen Frauen, trotzdem sind sie unterrepräsentiert im E-Sport-Bereich, zum Beispiel in den Avataren. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das ist eine unterirdische Debatte.) Auch hier muss sich ein Wandel vollziehen, Förderung von E-Sport-Talenten muss geschlechterunabhängig passieren. Und auch für eine Institu…, (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) Institutiona…, (Horst Förster, AfD: Ach Gott!) durch eine, (Stephan J. Reuken, AfD: Und klimaneutral.) für eine Institutionalisierung durch Vereine unabdinglich, da eine Infrastruktur zu schaffen, die allen geschlechtsunabhängig den Zugang in E-Sports ermöglicht, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) um eine Atmosphäre ... Ich bin wirklich, also ich kann mich kaum konzentrieren.

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